"Geht ums Überleben des Clubs": Heldt stärkt Gisdol den Rücken

Köln - Sportchef Horst Heldt (50) vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat das Festhalten an Trainer Markus Gisdol (51) trotz 17 Ligaspielen ohne Sieg energisch verteidigt. 

Trotz 17 Ligaspielen ohne Sieg hat 1. FC Köln-Chef Horst Heldt (50, r.) vehement das Festhalten an Trainer Markus Gisdol (51) verteidigt.
Trotz 17 Ligaspielen ohne Sieg hat 1. FC Köln-Chef Horst Heldt (50, r.) vehement das Festhalten an Trainer Markus Gisdol (51) verteidigt.  © Marius Becker/dpa

"Wir sind über den Status der kurzfristigen Betrachtung längst hinaus", sagte Heldt im "Doppelpass" bei Sport1: 

"Wir müssen aufgrund der besonderen Herausforderungen dieser Zeit leider Gottes ein Stück weiterdenken. Es besteht eine existenzielle Bedrohung, es geht um das Überleben des Clubs. Deshalb muss das Ziel sein, mit wenig Geld dauerhaft in der Liga zu bleiben."

Für Gisdol spreche unter anderem, "dass wir in diesen Zeiten zum Beispiel mehr Jugendspieler einbauen müssen. Und dafür brauchst du einen Trainer, der gerne mit jungen Spielern arbeitet und sie nach vorne bringt". 

Der FC spielte schon in der Vorsaison häufig mit den Eigengewächsen Jan Thielmann (heute 18), Noah Katterbach (19) und Ismail Jakobs (21) gleichzeitig in der Startelf und war dabei zwischenzeitlich erfolgreich.

Werder Bremen ist Vorbild für Heldt

Ein Vorbild für Heldt ist Werder Bremen. "Letzte Saison haben viele gefragt: Wann schmeißt Bremen endlich Florian Kohfeldt (38) raus", sagte Heldt: 

"Am Ende haben sie es geschafft, und nun hatten sie einen guten Start. Wieso sollten wir das nicht auch durchleben? Wieso muss ich mich rechtfertigen, ob Gisdol der richtige Trainer ist? Ich sage: Er ist der richtige Trainer, weil er einen guten Job macht."

Seine persönlich enge Bindung zu Gisdol spiele dabei keine Rolle, versicherte der Sportchef. "Wenn ich sicher wäre, dass es falsch wäre, an ihm festzuhalten, würde ich die Entscheidung morgen treffen", sagte der 50-Jährige: 

"Emotionale Begleiterscheinungen kann ich mir in meinem Job nicht erlauben. Und ich habe in der Historie auch nicht dafür gestanden, keine Entscheidungen zu treffen."

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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