"Zwischen Hoffnung und Zweifel": Horst Heldt über turbulente Zeiten beim 1. FC Köln

Köln – Was für ein Trubel! Die letzten Wochen waren für den 1. FC Köln in vielerlei Hinsicht eine echte Herausforderung, wie Sportchef Horst Heldt (51) vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt (14. Februar, 15.30 Uhr) verraten hat.

Sportchef Horst Heldt (51) hat beim 1. FC Köln derzeit alle Hände voll zu tun.
Sportchef Horst Heldt (51) hat beim 1. FC Köln derzeit alle Hände voll zu tun.  © Lars Baron/Getty/Pool/dpa

Erst gab es den Sieg gegen Keller-Konkurrent Arminia Bielefeld (3:1), dann das bittere Pokal-Aus gegen Regensburg (5:4 n. Elfm.) und schließlich den unerwarteten Derby-Triumph gegen Borussia Mönchengladbach (2:1).

Doch auch neben dem Platz war so einiges los. Man nenne die Posse um den doch nicht eingestellten Mediendirektor Fritz Esser (39), oder auch die Diskussionen um Dominick Drexlers (30) Fan-Verunglimpfung.

Dazu kommt bei den Geißböcken die allgegenwärtige Abstiegsangst – FC-Manager Heldt hat dementsprechend alle Hände voll zu tun.

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Im Interview mit Express sagte der 51-Jährige dazu: "Es ist ganz normal, dass man sich in unserer Situation permanent zwischen Hoffnung und Zweifel bewegt." Aufgabe sei es nun, "die goldene Mitte zu finden".

Heldt vertraut dabei weiterhin auf Trainer Markus Gisdol (51), der nach Grotten-Kicks wie der 5:0-Pleite gegen den SC Freiburg immer wieder unter Beschuss stand. Doch der Sportchef weiß, was er an seinem Coach hat: "Markus hat immer seinen roten Faden, er ist immer fokussiert auf die jeweilige Situation."

FC-Sportchef Horst Heldt über Drexler-Diskussion: "Thema ad acta gelegt"

Für FC-Sportchef Horst Heldt (51) gilt die Diskussion um Dominick Drexlers (30) "Spacken"-Aussage aus beendet.
Für FC-Sportchef Horst Heldt (51) gilt die Diskussion um Dominick Drexlers (30) "Spacken"-Aussage aus beendet.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Abstiegskampf heißt permanent kämpfen – in allen Belangen", stellt der Manager klar und bezieht sich damit wohl auch auf den Verbleib Gisdols. In Freiburg sei man zwar "deprimiert" gewesen und habe gezweifelt, Momente wie gegen Borussia Dortmund (2:1) und Gladbach seien deshalb aber "sehr, sehr schön" gewesen.

Mit internen Querelen, wie der "Spacken"-Äußerung von Drexler, will sich Heldt derweil nicht lange aufhalten.

"Für uns ist das Thema ohnehin ad acta gelegt", erklärt er, nachdem sich der Spieler kürzlich noch einmal bei den Fans entschuldigt hat. Diese Entscheidung habe Drexler selber getroffen, "die hat er nicht mit uns abgesprochen – muss er auch nicht."

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Vor dem Spiel gegen Frankfurt ist sich Heldt bewusst, dass es um jeden Punkt geht. Zwar hat sich Köln mit 21 Zählern ein gutes Polster zu den Abstiegsplätzen (Mainz mit 13 und Schalke mit 8 Punkten) aufgebaut, dennoch ist er sich sicher: "Da ist noch längst nichts gegessen." Immerhin habe auch Mainz zuletzt gepunktet. "Hätten wir nicht gewonnen, wäre der Vorsprung schon dahin."

"Frankfurt ist mit Wolfsburg derzeit die Mannschaft der Stunde", lobte Heldt Kölns nächsten Bundesliga-Gegner im Express-Interview. "Das wird eine große Herausforderung."

Titelfoto: Lars Baron/Getty/Pool/dpa

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