Kölner Ultras randalieren bei U19-Spiel in Genk: UEFA untersucht Vorfall

Genk - Statt eines tollen Erlebnisses gabs einen ganz faden Beigeschmack: Nach Krawallen beim Youth-League-Spiel des 1. FC Köln beim KRC Genk untersucht die UEFA die Vorkommnisse. Vereins-Präsident Werner Wolf (67) kritisierte das Verhalten der Randalierer aufs Schärfste.

FC-Präsident Werner Wolf (67) äußerte sich enttäuscht über das Verhalten der Randalierer, deren Aktion erneut ein schlechtes Licht auf den 1. FC Köln wirft.
FC-Präsident Werner Wolf (67) äußerte sich enttäuscht über das Verhalten der Randalierer, deren Aktion erneut ein schlechtes Licht auf den 1. FC Köln wirft.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Entscheidung der Disziplinarkammer werde zu gegebener Zeit bekannt gegeben, teilte die UEFA am Mittwoch mit.

Laut Medienberichten sollen bei dem Spiel der Kölner U19 im belgischen Genk am Dienstagabend in der Halbzeitpause vermummte Ultras auf den Platz gestürmt sein.

Dabei soll auch Pyrotechnik gezündet worden sein. Die Partie konnte deswegen erst verspätet fortgeführt werden.

Problemzone Innenverteidigung beim 1. FC Köln: Die spielerische Komponente fehlt!
1. FC Köln Problemzone Innenverteidigung beim 1. FC Köln: Die spielerische Komponente fehlt!

Der 1. FC Köln schrieb am Dienstagabend auf Twitter lediglich: "Aufgrund eines Zwischenfalls hat sich der Wiederanpfiff verzögert."

In einem Video des Spiels auf der Homepage des KRC Genk ist zu sehen, wie mehrere vermummte Männer über den Rasen rennen, während die Spieler gerade vom Platz gehen wollen. Auch rote Rauchschwaden sind zu erkennen.

Der Kölner Präsident Werner Wolf (67) äußerte sich im Express enttäuscht: "Es ist unfassbar traurig und völlig inakzeptabel, dass einige Chaoten die Bühne des europäischen Jugendfußballs missbrauchen, um ihr Bedürfnis nach Gewalt zu stillen", sagte Wolf.

Diesen Leuten sei das Wohl des 1. FC Köln völlig egal, so Wolf. "Zum Glück ist bei der Auseinandersetzung laut der örtlichen Polizei niemand verletzt worden. Wir werden den Vorfall intern aufarbeiten."

Tweet des 1. FC Köln: Hier ist lediglich die Rede von einem "Zwischenfall"

Das Spiel endete mit 3:1 für die Gastgeber. Die Kölner Talente sind damit ausgeschieden.

Titelfoto: Bildmontage: Rolf Vennenbernd/dpa

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