Montezumas Rache: Baumgart saß acht Derby-Minuten lang auf dem stillen Örtchen

Köln - Als Schiedsrichter Sascha Stegemann am Sonntag nach packenden 90 Minuten zur Pfeife griff und das Rheinderby zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln beendete, war der Jubel aufseiten der Geißböcke grenzenlos.

FC-Trainer Steffen Baumgart (50) gibt an der Seitenlinie stets Vollgas, um seine Mannschaft anzutreiben.
FC-Trainer Steffen Baumgart (50) gibt an der Seitenlinie stets Vollgas, um seine Mannschaft anzutreiben.  © Marius Becker/dpa

Vor 23.000 Zuschauern in der BayArena sorgte Kölns Kevin Schindler mit seinem Treffer in der 68. Minuten für den glücklichen 1:0-Auswärtssieg seiner Mannschaft.

Mit dem Erfolg über den rheinischen Rivalen erhielten die Hoffnungen der FC-Fans auf packende Europapokal-Abende neue Nahrung. Gleichzeitig war es für die Domstädter auch der erste Dreier gegen eines der Top 5-Teams der Liga.

Einer, der die Jubel-Arien nach dem Abpfiff beinahe verpasst hätte, war Kölns hauptverantwortlicher Trainer Steffen Baumgart (50). Der Grund: Der 50-Jährige musste zum wiederholten Male dringend auf das stille Örtchen!

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Im Interview mit "Bild" ging der Kult-Coach der Geißböcke sogar noch weiter ins Detail. "Ich hatte Magen-Darm-Probleme. Deshalb bin ich später rausgekommen und musste kurz vor Schluss noch mal in die Kabine."

Der gebürtige Rostocker kam nach dem Pausentee erst zur 50. Minute zurück an die Seitenlinie und dann trank dort erst einmal einige Becher Cola. In der Zwischenzeit coachte Co-Trainer André Pawlak (51) das Team.

Grenzenloser Jubel des 1. FC Köln in der BayArena

Horror-Verletzung überschattet rheinisches Derby

Leverkusens Nationalspieler Florian Wirtz (18) erlitt im Heimspiel gegen den 1. FC Köln einen Kreuzbandriss und fällt lange aus.
Leverkusens Nationalspieler Florian Wirtz (18) erlitt im Heimspiel gegen den 1. FC Köln einen Kreuzbandriss und fällt lange aus.  © Marius Becker/dpa

Doch auch die etlichen zuckerhaltigen Erfrischungsgetränke brachten, anders als bei seiner Verteidigung, keine Ordnung in Baumgarts Magen-Darm-Trakt.

Zwischen der 84. und 87. Minute musste der Übungsleiter noch mal für ein paar Minuten verschwinden. "So etwas ist mir auch noch nie passiert", erklärte der FC-Trainer. "Keine Ahnung, was ich mir da eingefangen habe…"

Aufgrund seiner akuten körperlichen Beschwerden verpasste Baumgart insgesamt ganze acht Derby-Minuten. Immerhin: Den Siegtreffer und den Schlusspfiff erlebte er hautnah am Spielfeldrand mit. Am Ergebnis kann die Magenverstimmung jedenfalls nicht gelegen haben.

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Überschattet wurde die Partie von einem Kreuzbandriss bei Bayers Florian Wirtz (18), der in der 28. Minute vom Platz getragen wurde.

Der Nationalspieler hofft trotz der Horror-Diagnose auf einen Einsatz bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar Ende des Jahres.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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