Nach brutalen Attacken auf Tribüne: PSG verurteilt Ausschreitungen von Nizza und will Aufklärung!

Paris/Nizza - Frankreichs Fußball-Meister Paris Saint-Germain hat die Ausschreitungen vor dem Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza, bei dem PSG-Ultras mitgemischt haben sollen, auf das Schärfste verurteilt.

Vor dem Anpfiff lieferten sich einige Vollidioten harte Kämpfe mit Ultras der Gastgeber. Auch Pariser waren an den brutalen Szenen beteiligt.
Vor dem Anpfiff lieferten sich einige Vollidioten harte Kämpfe mit Ultras der Gastgeber. Auch Pariser waren an den brutalen Szenen beteiligt.  © NICOLAS TUCAT / AFP

Seit mehr als einem Jahrzehnt sei Paris Saint-Germain einer der engagiertesten Vereine, um die Gewalt in den Fußballstadien auszumerzen, teilte PSG am Freitag in Paris mit.

Vor dem Conference-League-Spiel am Donnerstagabend waren bei Krawallen in Nizza nach Angaben der Präfektur 32 Menschen verletzt worden. Anhänger aus Paris, zu denen FC-Ultras eine Fanfreundschaft pflegen, sollen sich als Kölner verkleidet an den Auseinandersetzungen beteiligt haben.

"Der Verein möchte klarstellen, dass die Gruppe Supras Auteuil durch ein Dekret vom 29. April 2010 aufgelöst wurde, nicht als Fangruppe von Paris Saint-Germain anerkannt wird und keinen Zutritt zum Parc des Princes hat", erklärte PSG.

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"Der Verein erinnert daran, dass er nur die Fanorganisationen anerkennt, die das Abkommen über die Rechte und Pflichten der Fans unterzeichnet haben und mit denen er sich das ganze Jahr über austauscht, um optimale Sicherheitsbedingungen in seinem Stadion und bei den Reisen der ersten Mannschaft zu gewährleisten." Der Verein prüfe, welche Maßnahmen er ergreifen kann, wenn sein Ruf durch die Ultra-Gruppierung geschädigt wird.

Die Präfektur verurteilte "das inakzeptable Verhalten einiger Dutzend alkoholisierter Ultras". Die Identifizierung der Täter sei im Gange.

Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen

Um die Vorfälle aufzuarbeiten ist nun schnelles Handeln gefragt. Auch der 1. FC Köln will die Vorfälle so schnell wie möglich aufklären.
Um die Vorfälle aufzuarbeiten ist nun schnelles Handeln gefragt. Auch der 1. FC Köln will die Vorfälle so schnell wie möglich aufklären.  © NICOLAS TUCAT / AFP

Wie am Freitag bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft in Nizza nun mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Dabei gehe es um gemeinschaftliche Sachbeschädigung am offiziellen Fan-Shop des OGC im Stadion sowie um gemeinschaftliche Gewalt am und im Stadion, teilte die Anklagebehörde in Nizza mit.

Außerdem nannte sie das Mitbringen und Werfen von Pyrotechnik im Stadion. Die von den Sicherheitsbehörden des Departements geleiteten Ermittlungen hätten das Ziel, die Verantwortlichen zu identifizieren und zu fassen, betonte Staatsanwalt Xavier Bonhomme.

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Im Rahmen der heftigen Randale wurde auch der Fan-Shop Opfer von Sachbeschädigung einiger FC-Chaoten.

Titelfoto: NICOLAS TUCAT / AFP

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