Özcan-Transfer offiziell: FC-Eigengewächs wechselt zum BVB

Köln – Jetzt ist es offiziell! Salih Özcan (24) verlässt den 1. FC Köln und wechselt zu Borussia Dortmund. Das FC-Eigengewächs ist in den vergangenen Tagen bereits zum Medizincheck bei den Dortmundern vorstellig geworden.

2007 begann die Karriere beim 1. FC Köln für den damals neun Jahre alten Salih Özcan.
2007 begann die Karriere beim 1. FC Köln für den damals neun Jahre alten Salih Özcan.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der 24-Jährige habe laut einer Mitteilung des Kölner Vereins von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht und sich mit dem BVB auf einen Vertrag bis 2026 geeinigt und kehrt damit dem Geißbockheim den Rücken.

Für den gebürtigen Kölner sei es eine der schwersten und emotionalsten Entscheidungen in seinem Leben gewesen.

"Ich [...] habe beim FC mehr als die Hälfte meines bisherigen Lebens verbracht und das Geißbockheim ist mein zweites Zuhause", so Özcan. Er habe noch nicht lang über seinen Wechsel nachgedacht. Erst nach dem letzten Spieltag seien ihm Gedanken zu seiner Zukunft bekommen.

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"Ich danke all meinen Mitspielern, allen Trainern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und insbesondere Steffen Baumgart von Herzen für das Vertrauen und die Unterstützung. Jetzt habe ich das Gefühl, dass der Zeitpunkt für mich gekommen ist, um herauszufinden, wie weit ich sportlich kommen kann, und deshalb möchte ich die Chance, die mir Borussia Dortmund bietet, nutzen", unterstreicht der Mittelfeldspieler.

Für eine Summe von etwa 5 Millionen Euro wechselt er ins Ruhrgebiet.

Borussia Dortmund heißt Salih Özcan willkommen

Salih Özcan kann beim BVB Champions League spielen

Salih Özcan (24) gilt in Dortmund als mental und physisch starker Spieler. So beschreibt Sportdirektor Sebastian Kehl (42) den Neuzugang.
Salih Özcan (24) gilt in Dortmund als mental und physisch starker Spieler. So beschreibt Sportdirektor Sebastian Kehl (42) den Neuzugang.  © Swen Pförtner/dpa

Özcan ist sich sicher, dass seine Karriere bei Borussia Dortmund einen großen Schub bekomme. Immerhin gehöre der BVB zu den größten Klubs in Europa.

"Ein Fußballprofi bekommt nicht oft die Möglichkeit, zu einem Verein zu wechseln, der sowohl um die Meisterschaft als auch regelmäßig in der Champions League spielt", begründet der 1,82 Meter große Spieler seine Entscheidung.

In Dortmund bereitet man sich derweil gut auf den Neuzugang vor. Dort wird Özcan als "ungemein zweikampf- und kopfballstarker Spieler" gesehen. Er gehe dorthin, wo es wehtue, sagte Dortmunds designierter Sportdirektor Sebastian Kehl (42) über den Mittelfeldspieler.

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Auch FC-Geschäftsführer Christian Keller (43) unterstützt die Entscheidung des 24-Jährigen. Ihm wäre es zwar am liebsten gewesen, wäre Özcan dem Klub weiterhin treu geblieben – der FC habe dafür "alles in die Waagschale geworfen" – dennoch müsse auch Keller zugeben, dass ein Klub, der auf höherem Niveau spiele, ein Sprungbrett für die Karriere sein werde. "Im Namen des gesamten FC wünsche ich Salih viel Erfolg in Dortmund."

Und auch Özcan versichert: "Auch, wenn ich ab nächster Saison ein anderes Trikot trage: Ich werde den 1. FC Köln für immer in meinem Herzen tragen, daran kann niemand etwas ändern, und das wird immer so sein."

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa

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