Rat der Stadt: Gleueler Wiesen können für den 1. FC Köln platt gemacht werden

Köln - Dem Ausbau des Kölner Geißbockheims steht vorerst nichts mehr im Weg. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, hat der Rat der Stadt den Plänen zur Erweiterung zugestimmt. Eine Mehrheit stimmte in geheimer Abstimmung für die Bebauung der Gleueler Wiesen im Äußeren Grüngürtel.

Blick auf das Geissbockheim, dem Clubhaus des Fussball-Bundesligisten 1.FC Köln.
Blick auf das Geissbockheim, dem Clubhaus des Fussball-Bundesligisten 1.FC Köln.  © Roberto Pfeil/dpa

Eine klare Mehrheit stimmte für die Vorlage der Verwaltung. Der 1. FC Köln möchte drei Kunstrasenplätze für die Jugendmannschaften und ein gemeinsames Leistungszentrum für Jugend und Lizenzspieler errichten.

"Wir haben eine Perspektive an diesem einzigartigen Standort und wir haben dafür die Rückendeckung unserer Stadt. Das freut uns ungemein und wird uns allen einen Schub geben" kommentierte FC-Geschäftsführer Horst Heldt.

Der BUND Köln kritisiert hingegen den geplanten Ausbau.

Die Gleueler Wiese ist Teil des Kölner Grüngürtels und sei "ein erhaltenswerter Lebensraum für Insekten und Vögel sowie ein wichtiger Bestandteil für den Klimaschutz."

Oberbürgermeisterin Henriette Reker allein auf grüner Flur

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) teilte kurz vor der Abstimmung mit: "Ich möchte unsere Grüngürtel schützen und gemeinsam mit dem 1. FC Köln eine gute Alternative entwickeln. Sollte der Rat der Stadt Köln einen Eingriff in den Grüngürtel befürworten, werde ich diese demokratische Entscheidung selbstverständlich akzeptieren.

Die von den Grünen unterstützte Oberbürgermeisterin hatte sich gegen den Ausbau ausgesprochen. Mehr zu den Ausbauplänen.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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