Riesen-Schock beim 1. FC Köln: Abwehrchef Sebastiaan Bornauw lag im künstlichen Koma!

Köln – Kölns Abwehrchef Sebastiaan Bornauw (22) lag im künstlichen Koma! Der Belgier hat erstmals darüber geredet, wie schlecht es noch vor Kurzem wirklich um seine Gesundheit stand.

Tumor-Fund und künstliches Koma: Kölns Abwehrspieler Sebastiaan Bornauw (22) hat eine dramatische Leidensgeschichte hinter sich. (Archivfoto)
Tumor-Fund und künstliches Koma: Kölns Abwehrspieler Sebastiaan Bornauw (22) hat eine dramatische Leidensgeschichte hinter sich. (Archivfoto)  © Friso Gentsch/dpa

Bornauw fehlt dem 1. FC Köln seit Ende Januar - damals klagte er noch über heftige Rückenschmerzen. Mittlerweile nimmt der 22-Jährige wieder am Mannschaftstraining teil und hofft auf sein baldiges Comeback (TAG24 berichtete).

In der vereinseigenen Doku "24/7 FC" hat Bornauw nun offen darüber geredet, was er in der Zwischenzeit durchlitten hat - und das ist wirklich nichts für schwache Nerven!

Er habe vor Schmerzen im Rücken nicht mehr schlafen können, berichtet der 1,91-Meter-Mann: "Das war das Zeichen für mich, aufzuhören. Wenn ich nicht mehr schlafen kann, macht es keinen Sinn, weiter Fußball zu spielen."

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Dann kam die Schock-Diagnose: Ärzte stellten fest, dass er einen Knochen-Tumor an der Wirbelsäule hatte - "ein sogenanntes Osteoid-Osteom". Obwohl dieser gutartig war, musste operiert werden.

Der erste Eingriff scheiterte bekanntlich wegen einer allergischen Reaktion. "Die Ärzte mussten mich für 24 Stunden in ein künstliches Koma setzen", erzählt Bornauw, welche dramatischen Szenen sich im Krankenhaus abspielten. "Vor 20 Jahren wäre ich zu 90 Prozent gestorben."

Man habe ihm gesagt, dass seine Körpertemperatur "um ein Grad pro Minute" gestiegen sei. "Wenn man nicht innerhalb von wenigen Minuten reagiert hätte, wäre ich explodiert", weiß der Profi-Fußballer heute.

1. FC Köln zeigt Klub-Doku "24/7 FC"

Köln Sebastiaan Bornauw endlich schmerzfrei: "Habe viele Schmerzmittel genommen"

Sebastiaan Bornauw (22) brennt nach der Verletzungspause auf sein Comeback beim 1. FC Köln. (Archivfoto)
Sebastiaan Bornauw (22) brennt nach der Verletzungspause auf sein Comeback beim 1. FC Köln. (Archivfoto)  © Friso Gentsch/dpa

Dass Bornauw noch am Leben ist, hat er der schnellen Reaktion seiner Ärzte zu verdanken. Sie konnten den 22-Jährigen stabilisieren und in einem zweiten Anlauf erneut operieren - dieses Mal mit Erfolg.

"Ich bin sehr froh, dass es mir jetzt gut geht. Das hätte viel schlimmer ausgehen können", meint Bornauw erleichtert. Rückenschmerzen habe er inzwischen keine mehr. "Ich würde nicht sagen, ich fühle mich wie neugeboren, aber es geht mir schon sehr gut."

Zuvor habe er "viele Schmerzmittel" genommen. "Man merkt dann nicht, wie schlimm es eigentlich ist. Erst jetzt merke ich, wie gut es sich anfühlt, nichts zu spüren. So ist das heute. Ich sitze sogar schmerzfrei auf dem Sofa."

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Mit seiner Gesundheit hat Bornauw auch seinen Ehrgeiz wiedergefunden und sagt über sein Comeback beim "Effzeh": "Wie ich mich kenne, wird es nicht lange dauern." Möglich, dass es bereits nach der Länderspielpause in Wolfsburg (3. April, 15.30 Uhr) soweit ist.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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