Schiri tröstet Kainz nach DFB-Aus: Der Elfer-Rutscher im Video und die Begründung

Köln - Leider ausgerutscht und raus aus dem DFB-Pokal! Der 1. FC Köln hatte gegen den Hamburger SV im entscheidenden Moment des Elfmeterschießens Pech. Im Mittelpunkt stand Florian Kainz (29).

Schiedsrichter Daniel Schlager (32) tröstet Florian Kainz (29) und erklärt die Regel.
Schiedsrichter Daniel Schlager (32) tröstet Florian Kainz (29) und erklärt die Regel.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Selbstbewusst schritt er noch zum Elfer-Punkt, wollte vor den wenigen Fans im Kölner Stadion einnetzen.

Mit dem Fuß stampfte er eigens noch den Rasen rund um den abgelegten Ball fest, als wollte er sich vor dem möglichen Wegrutschen auf jeden Fall absichern.

Beim Schuss passierte es dann trotzdem. Mit dem linken Fuß stieß der Kölner Schütze gegen Ball, mit dem rechten Fuß, dem laut Regelwerk zweiten Ballkontakt beim Elfmeter, schoss er das Tor.

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Kurz freute sich Kainz über das Tor, doch der Schiedsrichter Daniel Schlager (32) gab schnell zu verstehen: Der Treffer zählte nicht. Er nahm Kainz dabei sogar kurz in den Arm, erklärte ihm die folgenschwere Situation.

ARD-Schiedsrichterexperte Lutz Wagner erklärte zur Szene: "Er schoss sich den Ball bei der Ausführung an das andere Bein, damit spielte er den Ball zweimal - dies ist nicht zulässig, somit zu Recht kein Tor. Wäre es kein Elfmeter im Elfmeterschießen gewesen, sondern ein Strafstoß, wäre das Spiel mit indirektem Strafstoß wegen zweimaligen Spielens fortgesetzt worden. So aber im Elfmeterschießen ist der Elfmeter verwirkt und damit der Treffer nicht gültig."

Nach dem Spiel war der Kölner Schütze entsprechend enttäuscht.

Baumgart: "Habe ich auch noch nicht erlebt"

Kölns Trainer Steffen Baumgart (50) hatte so ein Elfmeterschießen auch noch nicht erlebt.
Kölns Trainer Steffen Baumgart (50) hatte so ein Elfmeterschießen auch noch nicht erlebt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Es ist sehr bitter, dass wir uns nicht belohnt haben", sagte Kainz nach dem 3:4 im Elfmeterschießen beim Pay-TV-Sender Sky. "Der Schiedsrichter hat mir gleich gesagt, dass es gecheckt worden ist. Das tut mir natürlich sehr leid für die Mannschaft."

Für ihn sei es "eine schwierige Geschichte, aber ich werde damit umgehen können." Im Moment der Schiri-Entscheidung fiel Kainz aus allen Wolken, während die Hamburger jubelten.

Kölns Trainer Steffen Baumgart (50) konnte dieses kuriose Ausscheiden aus dem DFB-Pokal auch zunächst nicht greifen. Seine Mannschaft hatte trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes gekämpft. Anthony Modeste (33) schoss sogar den wichtigen 1:1-Ausgleich. Doch das Aus im Elfmeterschießen konnte so nicht verhindert werden.

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Baumgart sagte nach dem Spiel: "Trotz des Rückstandes sind die Jungs weiter drangeblieben, sodass es ins Elfmeterschießen ging. Dass man dann ausscheidet, weil man den Ball zweimal berührt, habe ich auch noch nicht erlebt."

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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