Steffen Baumgart geht mit 1. FC Köln hart ins Gericht: "Unteres Ende der Fahnenstange"

Köln – Harte Worte von Steffen Baumgart (49)! Der Trainer des 1. FC Köln hat die Versäumnisse bei seinem Klub kritisiert und nicht nur den Traditionsverein, sondern auch das Umfeld in die Pflicht genommen.

Steffen Baumgart (49) ist mit der Infrastruktur des 1. FC Köln unzufrieden.
Steffen Baumgart (49) ist mit der Infrastruktur des 1. FC Köln unzufrieden.  © Marius Becker/dpa

"Wir sind beim FC in Sachen Infrastruktur weit hinter einigen Zweitligisten. Das ist bedenklich. Grundsätzlich hat der FC als Verein sehr viel Potenzial. Das wurde bislang aber nicht ausgeschöpft", sagte der 49-Jährige am Donnerstag.

Klub-Idol Lukas Podolski (36) hatte zuvor in einem Interview vor allem die mangelnde Entwicklung des Nachwuchses beim "Effzeh" kritisiert. Das hätten Vereine wie Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach besser gemacht.

Dafür müssten laut Baumgart, der zu Saisonbeginn vom Zweitligisten SC Paderborn kam, die Rahmenbedingungen verbessert werden.

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So seien die Umkleidekabinen des Nachwuchses im Trainingszentrum am Geißbockheim "am unteren Ende der Fahnenstange", und nur zwei der Trainingsplätze auf der Anlage hätten die Qualität, dass sie nicht nach zwei Wochen "Löcher" hätten und praktisch unbespielbar seien.

Der Trainer plädierte für lösungsorientiertes Handeln und kritisierte auch die Kölner Politik. Der 1. FC Köln kämpft seit Jahren vergeblich darum, Genehmigungen für einen Ausbau des Geißbockheims zu erhalten.

"Der FC ist der größte Werbeträger der Stadt. Wenn ich durch die Stadt gehe, spüre ich, dass fast jedem wichtig ist, dass es dem FC gut geht. Wir wollen als Klub einen guten und geilen Weg nach oben finden. Dafür brauchen wir alle in einem Boot", appellierte Baumgart.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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