Tinte trocken: Friedhelm Funkel ist neuer Trainer des 1. FC Köln

Köln - Jetzt ist es amtlich. Friedhelm Funkel (67) wird neuer Cheftrainer beim Bundesligisten 1. FC Köln. Der erfahrene Fußballlehrer folgt damit auf Markus Gisdol (51), der nach der unglücklichen 2:3-Niederlage am Sonntag gegen den 1. FSV Mainz 05 entlassen worden war.

Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel (67) beendet sein Rentnerdasein und versucht den 1. FC Köln in den verbleibenden sechs Spielen vor dem Abstieg zu bewahren. (Archivfoto)
Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel (67) beendet sein Rentnerdasein und versucht den 1. FC Köln in den verbleibenden sechs Spielen vor dem Abstieg zu bewahren. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der als "Feuerwehrmann" geschätzte Funkel hat nun noch sechs Bundesliga-Spiele Zeit, um den in arge Abstiegsnot geratenen Traditionsverein vor dem erneuten Absturz in die Zweitklassigkeit zu bewahren.

Für den 67-jährigen Routinier ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Bereits von Februar 2002 bis Oktober 2003 war Funkel Trainer am Geißbockheim. Sein Vertrag läuft bis Saisonende.

"Friedhelm hat nicht nur große Erfahrung, sondern ist auch mit solchen Situationen absolut vertraut", weiß FC-Geschäftsführer Horst Heldt (51) und fügt an: "Er hat die Souveränität, um in dieser Phase einen neuen Impuls zu geben, die notwendige Ruhe zu bewahren und unser Team auf die wichtigen verbleibenden sechs Spiele einzustellen."

Der neue FC-Coach glaubt derweil fest an einen Verbleib im Fußball-Oberhaus. "Ich habe den FC in den vergangenen Wochen intensiv verfolgt. Die Mannschaft hat zuletzt gute Leistungen gezeigt, sich aber nicht belohnt", wird Funkel in einer offiziellen Mitteilung des Vereins zitiert.

In der Zusammenarbeit mit der Mannschaft gelte es ab sofort, mit dem gleichen Einsatz die notwendigen Punkte zu holen, um in der Liga zu bleiben. "Ich bin überzeugt davon, dass wir das schaffen können“, so der ehemalige Trainer vom rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf.

Funkel erhält beim Effzeh zunächst einen Vertrag bis Saisonende

Erste Amtszeit in Köln mit geteiltem Erfolg

Das erste Training mit den FC-Profis wird der 67-jährige Routinier am Dienstagvormittag leiten. (Symbolfoto)
Das erste Training mit den FC-Profis wird der 67-jährige Routinier am Dienstagvormittag leiten. (Symbolfoto)  © Federico Gambarini/dpa

Nach der Niederlage in Mainz belegen die Domstädter aktuell Platz 17 der Bundesliga-Tabelle, der am Saisonende den direkten Abstieg in die 2. Liga bedeuten würde. Funkel muss also bereits am kommenden Wochenende Ergebnisse liefern - im Derby gegen Bayer 04 Leverkusen.

Funkel war im Februar 2002 schon einmal als Retter in Köln engagiert worden. Nach seiner Übernahme verlor der 1. FC Köln zwar kein Heimspiel mehr, vor dem Abstieg konnte der 67-Jährige die Domstädter aber nicht bewahren. Dafür gelang ihm im Folgejahr der sofortige Wiederaufstieg.

Nach einem schwachen Saisonstart 2003/2004, mit nur sieben Punkten aus zehn Spielen, wurde er schließlich wieder vor die Tür gesetzt.

Funkel hatte seine Trainer-Karriere nach seinem Aus bei Fortuna Düsseldorf im Januar 2020 eigentlich für beendet erklärt. Doch ein Engagement bis Saisonende könnte Heldt Zeit verschaffen, um nach einer langfristigen Lösung ab Sommer zu suchen.

Das erste Training mit den FC-Profis wird der 67-jährige Routinier am Dienstagvormittag leiten. Beginn ist um 11 Uhr.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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