Torparade! 1. FC Köln rettet drei Punkte gegen FC Augsburg mit zwei Gesichtern

Augsburg – Der 1. FC Köln feiert den zweiten Sieg in Folge! In der ersten Partie des 31. Bundesliga-Spieltags übertrumpften die Kölner den FC Augsburg und siegten nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten mit 3:2 (3:0).

Ondrej Duda verhalf dem 1. FC Köln zur frühen Führung gegen den FC Augsburg (8.).
Ondrej Duda verhalf dem 1. FC Köln zur frühen Führung gegen den FC Augsburg (8.).  © Matthias Balk/dpa

Die Tore in der leeren WWK-Arena erzielten Ondrej Duda mit einem formschönen Treffer zum 1:0 (8.) und Florian Kainz zum 2:0 (23.), bevor Duda das 3:0 nachlegte (33.). Robert Gumny (54.) und Ruben Vargas (62.) sorgten für den 3:2-Anschluss.

In der Englischen Woche und nach der 0:2-Pleite gegen Eintracht Frankfurt setzte Augsburgs Trainer Heiko Herrlich erneut auf Rotation.

Mit Raphael Framberger, Kapitän Jeffrey Gouweleeuw, Iago, Daniel Caligiuri, André Hahn, Tobias Strobl, Vargas und Alfred Finnbogason anstelle von Gumny, Mads Pedersen, Marek Suchy, Felix Uduokhai, Laszlo Benes, Jan Moravek, Marco Richter und Florian Niederlechner stand bis auf drei Positionen eine komplett neue Elf auf dem Rasen.

Holt sich der 1. FC Köln diesen jungen Abwehr-Profi?
1. FC Köln Holt sich der 1. FC Köln diesen jungen Abwehr-Profi?

FC-Coach Friedhelm Funkel nahm nach dem 2:1-Überraschungserfolg gegen RB Leipzig drei Wechsel vor: Benno Schmitz, Kainz und Stürmer Sebastian Andersson verdrängten den gesperrten Kingsley Ehizibue, Elvis Rexhbecaj und Dominick Drexler.

In den letzten zehn Jahren konnte der Effzeh nur ein einziges von 13 Bundesliga-Spielen gegen die bayerischen Schwaben für sich entscheiden. Die Kölner gingen nach dem Triumph über Leipzig jedoch mit Rückenwind ins Duell und wollten sich drei wichtige Punkte im Abstiegskampf sichern.

Beide Mannschaften haderten zu Beginn mit ihrem Aufbauspiel. Ein erster Kölner Freistoß in den FCA-Strafraum blieb ungefährlich (7.). Doch dann schepperte es plötzlich im Augsburger Kasten!

Ellyes Skhiri flankte nach einem Einwurf von links zentral vor den Sechzehner. Dort lauerte Duda, der die Kugel traumhaft aus der Luft annahm und Volley in den rechten Torwinkel zimmerte (8.). Wahnsinnstreffer zum 1:0!

Anfangself des FC Augsburg im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln

Startaufstellung des 1. FC Köln beim FC Augsburg

Florian Kainz und Ondrej Duda erhöhen auf 3:0 für 1. FC Köln, FC Augsburg mit großer Zweikampf-Schwäche

Florian Kainz (r.) erhöhte nach Vorlage von Sebastian Andersson zum 2:0 für den 1. FC Köln gegen den FC Augsburg.
Florian Kainz (r.) erhöhte nach Vorlage von Sebastian Andersson zum 2:0 für den 1. FC Köln gegen den FC Augsburg.  © Matthias Balk/dpa

Der frühe Kölner Vorsprung nagte am Selbstbewusstsein der Augsburger, die Geißböcke hatten die Oberhand. In der 19. Minute setzte Duda ein erneutes Ausrufezeichen, lupfte elegant über Reece Oxford und versuchte es aus 20 Metern, doch Top-Keeper Rafal Gikiewicz war zur Stelle.

Direkt danach schaffte es Caligiuri in den Kölner Strafraum, verdribbelte sich jedoch - keine Gefahr für Keeper Timo Horn (20.). Nur drei Zeigerumdrehungen später rächte sich das prompt.

Andersson stoppte das Leder vor der rechten Eckfahne und passte aus spitzem Winkel quer durch den Augsburger Sechszehner. Wolf erfasste die Situation und ließ den Ball zu Kainz durch, der vom Elfmeterpunkt flach abzog: 2:0 (23.)!

1. FC Köln: Diese Top-Klubs sind wohl an Ellyes Skhiri interessiert!
1. FC Köln 1. FC Köln: Diese Top-Klubs sind wohl an Ellyes Skhiri interessiert!

Den Gastgebern fehlten danach weiter die Ideen, immer wieder kam es zu unnötigen Ballverlusten. Quasi eine Einladung für die Kölner, die schnell den Weg nach vorne suchten. Wolf flankte in den Rückraum, Duda stand zentral, komplett verwaist und schnürte seinen Doppelpack zum 3:0 (33.).

FCA-Trainer Herrlich reagierte auf die desaströse Vorstellung seiner Mannschaft und wechselte noch vor dem Pausenpfiff: Framberger und Strobl mussten raus, für sie kamen Moravek und Gumny (42.).

Letzterer sorgte in der zweiminütigen Nachspielzeit das erste Mal für Schnappatmung bei FC-Keeper Horn. Der Pole hob ab und köpfte die Kugel an die Kölner Latte. Weil er dabei seinen Ellbogen gegen Jannes Horn einsetzte, sah er für die letzte Aktion vor dem Halbzeitpfiff Gelb (45.+2).

FC Augsburg schockt den 1. FC Köln mit zwei Toren, kann das Spiel aber nicht mehr drehen

Robert Gumny (l.) brachte den FC Augsburg mit dem 1:3 gegen den 1. FC Köln wieder ins Spiel.
Robert Gumny (l.) brachte den FC Augsburg mit dem 1:3 gegen den 1. FC Köln wieder ins Spiel.  © Matthias Balk/dpa

Augsburg kehrte aus der Pause mit neuer Energie und wesentlich dynamischer zurück. Nach einem Vollspannschuss aus der Distanz musste Horn eingreifen und die Kugel über den Querbalken fausten (47.)

Wenige Minuten später war der FC-Keeper dann aber machtlos - im Strafraum der Geißböcke wurde es turbulent. Der Ball fiel dem eingewechselten Frederik Jensen vor die Füße, der aus spitzem Winkel nach innen spielte, Horn touchierte das Leder noch leicht, doch dahinter lauerte Gumny, der aus kurzer Distanz zum 3:1 einschob (54.)!

Die Gastgeber hatten nun Blut geleckt und der Effzeh von seiner Zielstrebigkeit eingebüßt. Das Blatt drohte sich tatsächlich zu wenden: Vargas erfuhr von Schmitz zu wenig Gegenwehr und konnte eine Jensens-Hereingabe von der Grundlinie eiskalt zum 3:2-Anschlusstreffer verwerten (62.).

In der 65. Minute musste Jannes Horn nach einem unglücklichen Fehltritt humpelnd das Feld verlassen. Für ihn kam Noah Katterbach neu ins Spiel.

Dann brannte es erneut am Kölner Kasten: Skhiri rettete in letzter Sekunde auf der Linie einen Gumny-Kopfball (73.). Glück gehabt! Die Stimmung war danach hitzig, alles schien offen. Am Ergebnis änderte sich trotz beiharter Zweikämpfe aber nichts mehr, sodass letztendlich das 3:2 für die Gäste zu Buche stand.

Der 1. FC Köln empfängt am drittletzten Spieltag der Bundesliga den Tabellen-Neunten SC Freiburg (Sonntag, 9. Mai, 13.30 Uhr). Der FC Augsburg muss zwei Tage früher (Freitag, 7. Mai, 20.30 Uhr) im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart ran.

Titelfoto: Montage: Matthias Balk/dpa

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