Trainer-Dino Friedhelm Funkel über FC-Gerüchte: "Alles Schwachsinn!"

Köln - Darf Markus Gisol (51) nochmal oder fliegt er? Das ewige Hin und Her in der Trainerfrage beim 1. FC Köln wird langsam aber sicher zur Farce.

Freundschaft auf dem Prüfstand: Sportchef Horst Heldt (51, l.) und FC-Trainer Markus Gisdol (55) wollen den 1. FC Köln am liebsten gemeinsam vor dem Abstieg bewahren.
Freundschaft auf dem Prüfstand: Sportchef Horst Heldt (51, l.) und FC-Trainer Markus Gisdol (55) wollen den 1. FC Köln am liebsten gemeinsam vor dem Abstieg bewahren.  © Marius Becker/dpa

Gisdols Job beim Bundesligisten aus der Domstadt steht trotz des respektablen 2:2-Unentschiedens gegen Borussia Dortmund weiter auf der Kippe. Das Problem? Die Konkurrenz im Abstiegskampf gewinnt plötzlich wieder.

Sowohl der FSV Mainz 05 (2:1 in Hoffenheim) als auch Hertha BSC (3:0 gegen Leverkusen) konnten drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verbuchen. Den Punkt, den der FC am Samstag gegen den BVB holte, war am Sonntag kaum noch was wert. Das Gisdol-Team stürzte in der Tabelle auf den Relegationsplatz 16 ab.

Rettete also am Ende nur der Spielplan den Job des Trainers? Denn wie das Fußball-Magazin "Kicker" berichtet, gelte es "als gesichert", dass der 51-jährige Übungsleiter seinen Hut hätte nehmen müssen, wären Mainz und Hertha bereits am Samstag an den Kölnern vorbeigezogen.

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Sportchef Horst Heldt (51) erklärte diese Woche im Express-Interview, er wolle die Rest-Saison "Spieltag für Spieltag abarbeiten und sehen, wie wir uns präsentieren".

Bayer 04 Leverkusen schnappt sich Funkel-Assi Hermann

Gibt Friedhelm Funkel (67) bald beim "Effzeh" die Richtung vor? Der Routinier hat Erfahrung im Abstiegskampf, aber laut eigener Aussage bislang keinerlei Kontakt zu den Geißböcken.
Gibt Friedhelm Funkel (67) bald beim "Effzeh" die Richtung vor? Der Routinier hat Erfahrung im Abstiegskampf, aber laut eigener Aussage bislang keinerlei Kontakt zu den Geißböcken.  © Tom Weller/dpa

Falls Gisdol gehen muss, soll der neue FC-Coach schon in den Startlöchern stehen. Laut "Kicker" ist Friedhelm Funkel (67) bereit für den Posten als Feuerwehrmann. Die Gespräche seien schon vor der Partie gegen die Schwarz-Gelben weit fortgeschritten gewesen.

Dass sich Heldt mit möglichen Nachfolgern für seinen Kumpel Gisdol beschäftigen muss – daraus macht er auch in der aktuellen Folge der klubeigenen Doku "24/7 FC" keinen Hehl.

Er erklärt: "Als Geschäftsführer ist es wichtig, dass man die Situation immer überprüft und im Sinne des 1. FC Köln handelt. Es gibt auf der einen Seite den Wunsch und das Ziel, den Klassenerhalt in der aktuellen Konstellation zu schaffen. Trotzdem beinhaltet meine Aufgabe eine Flexibilität im Kopf, ich muss über den Tellerrand hinausdenken und flexibel arbeiten. Das ist mein Anspruch."

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Funkel selbst dementierte am Donnerstag die Gerüchte um seine Person. "Das ist alles Schwachsinn. Ich habe überhaupt keinen Kontakt zum 1. FC Köln", sagte der 67 Jahre alte Fußball-Lehrer bei skysport.de über Spekulationen.

Sollte der Routinier dennoch irgendwann das Zepter an der Seitenlinie beim "Effzeh" übernehmen, muss er sich auf jeden Fall einen neuen Co-Trainer suchen.

Sein langjähriger Assistent Peter Hermann (69) hat nämlich in der Zwischenzeit beim rheinischen Rivalen Bayer 04 Leverkusen angeheuert. Bei der Werkself wird Hermann an der Seite von Hannes Wolf (39) arbeiten und versuchen den ambitionierten Bundesligisten wieder in die Spur zu bringen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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