Köln-Profi hat nach Zoff mit RB-Leipzig-Spieler Tränen in den Augen: "Unschöne Worte gefallen!"

Köln – Die Nerven liegen blank im Kölner Abstiegskampf! Das war beim 2:1-Überraschungssieg des 1. FC Köln gegen RB Leipzig deutlich sichtbar. Ein FC-Profi ging sogar mit Tränen in den Augen vom Platz.

Harte Zweikämpfe: Kölns Mittelfeldspieler Dominick Drexler (30, l) und Leipzigs Mittelfeldspieler Amadou Haidara (23, unten r) schenkten sich nichts.
Harte Zweikämpfe: Kölns Mittelfeldspieler Dominick Drexler (30, l) und Leipzigs Mittelfeldspieler Amadou Haidara (23, unten r) schenkten sich nichts.  © Rolf Vennenbernd/dpa pool/dpa

Es ging heftig zur Sache im Kölner Rhein-Energie-Stadion. Stolze sieben Gelbe Karten regnete es im beinharten Duell der Geißböcke mit dem Bundesliga-Zweiten.

Wiederholt war es zu hitzigen Debatten auf dem Platz gekommen, an denen allen voran Kölns Defensivmann Rafael Czichos (30) beteiligt war. Vor leeren Rängen war dessen Konflikt mit Leipzigs Abwehrchef Dayot Upamecano (22) nicht zu überhören.

"Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass der so einen Konter unterbricht", hatte sich der 30-Jährige nach einem Foul Upamecanos am Kölner Teamkollegen Dominick Drexler (30) lautstark geärgert.

Kurz vor dem Abpfiff geriet Czichos zudem mit Kontrahent Amadou Haidara (23) aneinander. Die beiden lieferten sich nach einem nicht gegebenen RB-Elfer ein hitziges Wortgefecht und sahen dafür beide Gelb.

"Da ist das eine oder andere unschöne Wort gefallen", zitiert der Express Czichos nach der Partie. Ähnliches gilt wohl auch für Teamkollege Ondrej Duda - der 26-Jährige ging nach Abpfiff mit Tränen in den Augen vom Platz!

Für den 1. FC Köln ist die Freude nach dem Abpfiff groß...

... während RB Leipzig mit der herben Klatsche hadert

Hitziges Wortgefecht zwischen Kölns Ondrej Duda und Leipzigs Dayot Upamecano

Kölns Mittelfeldspieler Ondrej Duda (26, M) hatte im Zweikampf mit gleich zwei Leipzigern nichts zu Lachen.
Kölns Mittelfeldspieler Ondrej Duda (26, M) hatte im Zweikampf mit gleich zwei Leipzigern nichts zu Lachen.  © Rolf Vennenbernd/dpa pool/dpa

Auch Czichos war wiederholt mit Hitzkopf Upamecano aneinander geraten, wurde im Zweikampf hart vom Leipziger attackiert. Nachdem der Kölner Sieg dann feststand, eskalierte die Situation zwischen den beim Streithähne beinah.

Es kam zur Rudelbildung, Czichos und Upamecano musste durch die anderen Spieler voneinander getrennt werden. Der Express will erfahren haben, dass der Auslöser für das Gemenge Beleidigungen gegen Dudas Familie gewesen sein sollen.

Im Spielertunnel soll der Zoff sogar noch weiter gegangen sein, Ruhe sei erst wieder auf dem Weg in die Kabinen eingekehrt.

Effzeh-Keeper Timo Horn (27) erklärte die hitzige Stimmung nach Abpfiff wie folgt: "Für uns geht es um unheimlich viel in diesen letzten fünf Partien. Wir wollen in der Liga bleiben, da kann es schon mal hektisch werden – das ist völlig normal in so einem Spiel."

Und auch Friedhelm Funkel (67) befürwortete das leidenschaftliche Auftreten seiner Mannschaft. Der FC-Coach hatte gar selbst die Gelbe Karte in der Schlussphase wegen Meckerns gesehen. "Ich erwarte sogar, dass wir so emotional auf dem Platz sind. Ohne Emotionalität kann man nicht seine volle Leistung abrufen."

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa Pool/dpa

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