1. FC Nürnberg in der Krise! Nach Pleite in Sandhausen droht der Absturz!

Nürnberg - Es läuft einfach nicht rund! Der 1. FC Nürnberg kassierte im eminent wichtigen Zweitliga-Kellerduell beim SV Sandhausen eine 0:2-Niederlage und steckt tief im Tabellenkeller fest.

Für FCN-Coach Trainer Robert Klauß (36) wird es nach der Negativserie langsam eng.
Für FCN-Coach Trainer Robert Klauß (36) wird es nach der Negativserie langsam eng.  © Uwe Anspach/dpa

Die Mannschaft von Trainer Robert Klauß (36) hat nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den SVS, der auf Rang 16 liegt. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Schließlich wartet der FCN seit dem 20. Dezember (1:0-Heimsieg gegen den FC Erzgebirge Aue) auf einen brustlösenden Dreier. In der Folge kassierte man in sechs Partien fünf Niederlagen und holte nur ein Remis bei einem Torverhältnis von 4:14.

Wenig verwunderlich, dass es nach diesem Negativlauf langsam so richtig eng für den ambitionierten Klub wird. Offensiv agiert man trotz eines Top-Stürmers wie Manuel Schäffler (31, 16 Einsätze, acht Tore, drei Vorlagen) und des wieselflinken Robin Hack (22, 16 Partien, drei Treffer, fünf Assists) erstaunlich ineffektiv.

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In Sandhausen hatte Nürnberg ein Torschussverhältnis von 19:9, die deutlich bessere Passquote (79 Prozent zu 59 Prozent), viel mehr Ballbesitz (67/33), gewann auch die Mehrzahl der Zweikämpfe (53/47) und ging dennoch als Verlierer vom Platz.

Im Angriff ließ man mehrere gute Chancen aus und in der Defensive agierte man bei den Gegentreffern zu nachlässig. Das weckt düstere Erinnerungen an die Vorsaison, als man sich bekanntlich erst in allerletzter Sekunde im Relegationsrückspiel beim FC Ingolstadt 04 rettete und die Klasse hielt.

Für den 1. FC Nürnberg stehen die Wochen der Wahrheit an!

Vorne zu harmlos, hinten zu anfällig: Der 1. FC Nürnberg braucht dringend einen Sieg, um sich aus der handfesten sportlichen Krise zu befreien.
Vorne zu harmlos, hinten zu anfällig: Der 1. FC Nürnberg braucht dringend einen Sieg, um sich aus der handfesten sportlichen Krise zu befreien.  © Uwe Anspach/dpa

All das droht der Traditionsverein nun zu verspielen und muss in den kommenden Wochen aufpassen, nicht unter den Strich abzurutschen. Denn wenn der FC St. Pauli (4:3-Sieg beim 1. FC Heidenheim), und Sandhausen weiter punkten sollten, wird das nicht mehr lange dauern.

Dann wäre es verwunderlich, wenn die Verantwortlichen um den erfahrenen Sportvorstand Dieter Hecking (56) personelle Konsequenzen nicht zumindest in Betracht ziehen würden. Ein Abstieg in die 3. Liga wäre schließlich der Super-GAU, der um jeden Preis verhindert werden muss!

Und Klauß hat es in den vergangenen Wochen nicht geschafft, für einen Turnaround zu sorgen und die Fehler sowie Probleme seiner Mannschaft in den Griff zu bekommen. Dabei hat er nominell einen exzellenten Kader zur Verfügung, der sich nun wahrlich nicht nach Tabellenkeller anhört.

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Ein in sich stimmiges Gebilde gibt Nürnberg auf dem Rasen allerdings viel zu selten ab. Da bis auf Pascal Köpke (25, Kreuzbandriss) alle Akteure fit sind, hängt das auch nicht mit Verletzungen zusammen.

Nun stehen für den FCN die Wochen der Wahrheit an. Erst muss das Team zum SV Darmstadt 98 (6. Februar, 13 Uhr), dann kommt St. Pauli (14. Februar, 13.30 Uhr) zum nächsten Kellerduell nach Nürnberg. Zwei Wochen später treffen die FCN-Kicker im Max-Morlock-Stadion auf den Vorletzten Eintracht Braunschweig - viel mehr sportliche Brisanz geht nicht!

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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