Nach Banner-Eklat beim 1. FC Nürnberg: Club sagt Rechten im Umfeld Kampf an

Nürnberg - Nach der deutschlandweiten Aufregung um eine Trauergeste von Fans gegenüber einem gestorbenen Neonazi will der 1. FC Nürnberg in Zukunft stärker gegen Rechtsextremismus im eigenen Umfeld des Vereins vorgehen.

Der 1. FC Nürnberg will in Zukunft stärker gegen Rechtsextremismus im Umfeld des eigenen Vereins vorgehen. (Archivbild)
Der 1. FC Nürnberg will in Zukunft stärker gegen Rechtsextremismus im Umfeld des eigenen Vereins vorgehen. (Archivbild)  © Nicolas Armer/dpa

"Das, was vor kurzem hier passiert ist in Nürnberg, möchte ich an dieser Stelle auch nochmal mit allem, was ich habe, verurteilen", sagte der Vorstand des Zweitligisten, Niels Rossow (44), am Dienstag. 

Anfang Oktober war ein Banner vor dem Max-Morlock-Stadion angebracht worden für einen im September gestorbenen Club-Fan und Neonazi. Signiert war der entsprechende Schriftzug mit "Nordkurve Nürnberg", einem Ultra-Dachverband.

Der Verein hatte sich schon nach Bekanntwerden des Vorfalls von den Verantwortlichen distanziert. 

"Der 1. FC Nürnberg ist kein Platz für den Rechtsextremismus", sagte Rossow nun: "Wir werden mit allem, was wir haben, gegen jeden Keim der menschenverachtenden Gesinnungen kämpfen, die der Rechtsextremismus von sich gibt."

Die Franken wollen sich künftig noch mehr und noch sichtbarer in der Öffentlichkeit für soziale und gesellschaftliche Belange engagieren. 

Dazu veröffentlichte der Club am Dienstag vor der digitalen Mitgliederversammlung am Abend einen sogenannten "Bericht zur Gesellschaftlichen Verantwortung des 1. FC Nürnberg". 

Darin werden die sozialen Engagements des neunmaligen Meisters beschrieben. Außerdem organisiert der FCN für seine Fans darüber hinaus auch eine Plattform im Internet, um sich für soziale Belange besser vernetzen zu können.

"Wir wollen Haltung zeigen", unterstrich Finanzvorstand Rossow und kündigte daneben an, vermehrt an Aufklärungsprojekten - etwa zur Nürnberger Vergangenheit inklusive der NS-Zeit - zu arbeiten.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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