Unions Trimmel über Homosexualität im Fußball: "Es ist an der Zeit"

Berlin - Kapitän Christopher Trimmel (33) vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin hat die Wichtigkeit der Unterstützung von homosexuellen Fußballerinnen und Fußballern hervorgehoben.

Unions Christopher Trimmel trägt seit 2018 die Kapitänsbinde.
Unions Christopher Trimmel trägt seit 2018 die Kapitänsbinde.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

"Wenn man darüber spricht, hat man schon etwas angestoßen. Dass man sich darüber Gedanken macht und austauscht, erfüllt den Sinn und Zweck", sagte der 33-Jährige in einer digitalen Pressekonferenz am Mittwoch im Stadion An der Alten Försterei.

Mehr als 800 deutsche Fußballer und Fußballerinnen hatten in einem vom Fußballmagazin "11Freunde" veröffentlichten Solidaritätsschreiben ihre Unterstützung zugesichert. Neben Trimmel haben sich vom 1. FC Union weitere Spieler sowie auch Trainer Urs Fischer (54) der Aktion angeschlossen.

Der österreichische Nationalspieler vergleicht die Aktion mit Projekten zum Thema Rassismus.

"Damals ist auch ein Ruck durch die Mannschaften und die Liga gegangen. Es wird Zeit, dass man auch über dieses Thema spricht", sagte der Verteidiger, der seit 2014 für den Berliner Verein spielt. Dabei gehe es nicht um die Namen der Unterstützer, sondern "es geht um das Thema".

Unterstützung heißt dabei für Trimmel, dass die Person, die sich outen möchte, durch die Kolleginnen und Kollegen vor "Anfeindungen und Widerständen" geschützt werde. Stürmerkollege Max Kruse (32) wird im Magazin noch deutlicher zitiert: "Wenn sich einer meiner Kollegen outen würde, würde ich ihn vor den Idioten draußen schützen."

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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