Union-Stürmer wird immer besser: Darum ist Awoniyi so stark

Berlin - Weil mit Max Kruse (32), Joel Pohjanpalo (26) und Anthony Ujah (30) gleich drei Stürmer verletzt ausfallen, will der 1. FC Union Berlin in der Spitze noch einmal nachlegen. Doch wo soll der potenzielle Neuzugang überhaupt spielen? An Taiwo Awoniyi (23) ist derzeit kein Vorbeikommen!

Taiwo Awoniyi (23) jubelt über das 2:0 bei Werder Bremen.
Taiwo Awoniyi (23) jubelt über das 2:0 bei Werder Bremen.  © Carmen Jaspersen/dpa

Vor der Saison, angesichts seiner überschaulichen Torausbeute von einem Tor in 14 Spielen bei seiner letzten Leihe in Mainz, belächelt, hat sich der Wandervogel zum Leistungsträger entwickelt.

Der 1,83 Meter große Sturmtank hat allein in den letzten drei Spielen gegen den VfB Stuttgart (2:2), Borussia Dortmund (2:1) und Werder Bremen (2:0) getroffen. Das entscheidende 2:0 bei Werder war schon sein fünfter Treffer.

Hinzu kommen noch zwei Vorlagen. Das macht ihn derzeit hinter Kruse (fünf Tore, vier Vorlagen) zum zweitbesten Topscorer der Liga.

Die Liverpool-Leihgabe kommt in Tritt. Dabei sieht Urs Fischer (54) den Nigerianer keineswegs nur als Joker, sollten die Platzhirsche wieder fit werden.

"Natürlich hilft jedem Spieler Spielzeit, aber auch als Pohjanpalo und Kruse noch gesund waren, hatte Taiwo immer wieder seine Möglichkeiten bekommen", sagte der Schweizer der Berliner Morgenpost.

Unions Übungsleiter hätte sicher nichts dagegen, wenn der Stoßstürmer am Samstag auch gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky) seine persönliche Tor-Serie weiter ausbaut.

Urs Fischer lobt Liverpool-Leihgabe Awoniyi

"Bei ihm merkt man auch, dass ein Stürmer von den Toren lebt. Er hat mehr Selbstvertrauen und kommt zu mehr Möglichkeiten. Für mich ist immer wichtig, dass ein Stürmer zu Möglichkeiten kommt", freut sich Fischer über die Entwicklung seines Angreifers.

Die neue Treffsicherheit ist dabei kein Zufall. "Er arbeitet auch immer wieder individuell an Abschlüssen. Im Moment klappt das sehr gut, weil er diese Erfolgsmomente erlebt."

Die Stürmersuche sieht der Erfolgstrainer der Eisernen ohnehin gelassen. "Angespannt bin ich nicht. Wieso auch? Unser Kader ist immer noch groß genug", sagte Fischer bei der Pressekonferenz: "Wir haben jetzt drei verletzte Stürmer – das geht noch im Moment. Wir versuchen etwas und schauen, ob uns das gelingt."

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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