Das Schweigen der Alten Försterei: Union Berlin ohne Fan-Gesänge gegen Freiburg

Berlin - Das Schweigen der Alten Försterei! Frei nach einem bekannten Filmtitel wird das Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen den SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zwar vor rund 4500 Zuschauern stattfinden, allerdings ohne Fan-Gesänge!

Die Fans des 1. FC Union Berlin feuern dicht gedrängt ihre Mannschaft an. Diese stimmungsvollen Bilder gehören der Vergangenheit an. Im Spiel gegen den SC Freiburg sind zwar bis zu 4500 Fans zugelassen, diese sind jedoch zum Schweigen verdammt.
Die Fans des 1. FC Union Berlin feuern dicht gedrängt ihre Mannschaft an. Diese stimmungsvollen Bilder gehören der Vergangenheit an. Im Spiel gegen den SC Freiburg sind zwar bis zu 4500 Fans zugelassen, diese sind jedoch zum Schweigen verdammt.  © Andreas Gora/dpa

Das zuständige Gesundheitsamt genehmigte am Donnerstag ein vom Club vorgelegtes Hygienekonzept und lässt trotz steigender Infektions-Zahlen die Veranstaltung mit insgesamt 5000 Teilnehmern zu.

Allerdings sind Fangesänge und Sprechchöre auf den Tribünen für die Zuschauer untersagt. So sieht es die Berliner Infektionsschutzverordnung vor. Außerdem wurde die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Stadion noch einmal verschärft.

"Das vorliegende überarbeitete Hygienekonzept vom 1. FC Union entspricht den Maßgaben der aktuellen Infektionsschutzverordnung", hieß es vom Bezirksamt Treptow-Köpenick.

"Bisher gibt es keinen Nachweis für ein Ausbruchsgeschehen im Zusammenhang mit einer geregelten Veranstaltung mit eingegrenzter Personenzahl (...) und unter Einhaltung der bekannten Hygienerichtlinien."

Eines der stimmungsvollsten Stadien Deutschlands ist trotz Fans zum Schweigen verdammt

Das rund 22.000 Zuschauer fassende Stadion von Union zählt zu den stimmungsvollsten in Deutschland. Die Berliner drängten schon früh in der Corona-Krise auf eine Rückkehr der Zuschauer und hatten ursprünglich vor, schon wieder vor ausverkauftem Haus zu spielen. Diese Pläne scheiterten bislang.

"Ich finde es schön, dass Zuschauer im Stadion sein dürfen", sagte Unions Trainer Urs Fischer (54) mit Blick auf die Begegnung gegen Freiburg. Es sei aber "ein neues Gefühl, wenn Zuschauer da sind und ruhig sein müssen", ergänzte der Schweizer, der jedoch Verständnis für diese Maßnahme hat: "Es gibt Regeln, die eingehalten werden müssen. Deswegen müssen wir damit umgehen."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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