Berliner Geister-Derby: Das spricht für Union!

Berlin - Unter außergewöhnlichen Umständen empfängt Hertha BSC am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) Stadtrivale 1. FC Union Berlin. Randale wie im Hinspiel muss die Polizei nicht befürchten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind in den Bundesliga-Stadien keine Zuschauer zugelassen.

Sebastian Polter bejubelt seinen entscheidenden Treffer zum 1:0.
Sebastian Polter bejubelt seinen entscheidenden Treffer zum 1:0.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Doch der sportliche Reiz bleibt auch beim Geister-Derby allemal. Nach der 0:1-Niederlage brennen die Herthaner auf Wiedergutmachung. Gelingt ihnen die Revanche oder krönen sich die Eisernen endgültig zum Stadtmeister?

TAG24 weiß, was für Union spricht:  

Statistik 

Fünfmal standen sich Hertha und Union in einem Pflichtspiel gegenüber. Die Bilanz spricht leicht für die Köpenicker (2 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage). Und: Im Berliner Olympiastadion hat der Aufsteiger noch nicht verloren. 

Noch heute sprechen die Anhänger vom 2:1-Derby-Sieg im Februar 2011, als Mattuschka mit seinem Freistoßtreffer zum Derby-Helden wurde. Zwei Jahre später gelang ein 2:2.

Auch in dieser Spielzeit ist Hertha nicht gerade eine Heimmacht. Der Stadtrivale wartet noch immer auf den ersten Heimsieg in diesem Jahr.  

Außenseiter/Hinspiel

Schaut man nur auf das Papier, ist der ambitionierte Hauptstadt-Klub aus Charlottenburg klarer Favorit. Von der Qualität her hat die Alte Dame die besseren Fußballer, doch was nützt das viele Talent, wenn keine Mannschaft auf dem Platz steht. Die Köpenicker hingegen sind eine echte Einheit. Jeder kämpft für den anderen.

Der Druck liegt bei Hertha BSC

Urs Fischer (r) wird gegen Hertha BSC wieder an der Seitenlinie stehen.
Urs Fischer (r) wird gegen Hertha BSC wieder an der Seitenlinie stehen.  © Britta Pedersen/dpa

"Union macht es sehr geschlossen. Das ist ihr großer Faustpfand", weiß Hertha-Trainer Bruno Labbadia um die Stärken des Rivalen. "Sie arbeiten sehr gut und sind sehr gut organisiert."

Die Rolle des Außenseiters ist Union ohnehin gewohnt. Zwar hatten sie den Auftakt nach der langen Pause gegen Bayern München (0:2) verloren, machten dem Rekordmeister aber lange das Leben schwer. 

Kein Druck

Schon beim Hinspiel hat der Bundesliga-Neuling gezeigt, wie unangenehm es ist, gegen Union zu spielen. Nach einem mutlosen Auftritt der Gäste brachte Polter die Alte Försterei durch einen späten verwandelten Elfmeter zum Beben. 

Nun brennen die Herthaner auf Wiedergutmachung. Der Druck ist allerdings auf ihrer Seite. Eine erneut schwache Vorstellung gegen den Stadtrivalen dürfte für die in dieser Spielzeit ohnehin schon leidgeprüften Fans nur schwer zu verdauen sein.

Union hingegen kann als Außenseiter befreit aufspielen. Eine Extra-Motivation trotz der fehlenden Stimmung braucht die Mannschaft von Urs Fischer ohnehin nicht. "Ich muss nicht viel unternehmen, dass sie heiß sind", so der Schweizer, für den die Stadtmeisterschaft nur zweitrangig ist. Der 54-Jährige stellt aber auch klar: "Wenn beides eintreffen würde, umso schöner."

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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