Union Berlin: Eintracht Frankfurt schnappt sich Verteidiger Lenz

Berlin/Frankfurt am Main - Der 1. FC Union Berlin muss den Abgang von Christopher Lenz (26) verkraften. Der Abwehrspieler wird die Eisernen jedoch erst am Ende der laufenden Saison ablösefrei verlassen und sich im Sommer Bundesligakonkurrent Eintracht Frankfurt anschließen.

Nach fünf Jahren wird Verteidiger Christopher Lenz (26) dem 1. FC Union Berlin im Sommer den Rücken kehren und eine neue Herausforderung bei Eintracht Frankfurt suchen.
Nach fünf Jahren wird Verteidiger Christopher Lenz (26) dem 1. FC Union Berlin im Sommer den Rücken kehren und eine neue Herausforderung bei Eintracht Frankfurt suchen.  © Andreas Gora/dpa

Das teilten die Berliner am Donnerstag mit.

"Christopher hätten wir gerne weiter im Union-Trikot gesehen, aber er hat eine andere Entscheidung getroffen, die wir respektieren werden", sagte Oliver Ruhnert (49), Geschäftsführer Profifußball: "Wir sind uns sicher, dass er bis zum Saisonende alles geben wird, um Union als Erstligisten zu verlassen."

Der 26 Jahre alte gebürtige Berliner Lenz kam im Sommer 2016 von Borussia Mönchengladbach nach Köpenick, sechs Monate später schloss sich der Linksverteidiger auf Leihbasis für eineinhalb Jahre Holstein Kiel an.

Nach seiner Rückkehr zu Union war er zunächst beim Bundesliga-Aufstieg und dann auch beim souveränen Klassenerhalt ein Jahr später dabei.

Der 1. FC Union Berlin verkündet den Wechsel von Christopher Lenz zu Eintracht Frankfurt bei Twitter

In der Bundesliga absolvierte Lenz bislang 44 Pflichtspiele für Union und gehört zu den Stammkräften. Bei der Eintracht erhält er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024.

Update, 15 Uhr: Urs Fischer sieht den Wechsel von Lenz als Wertschätzung für Union Berlin an

Bei einer Pressekonferenz drückte Union-Coach Urs Fischer (54) sein Bedauern über den bevorstehenden Wechsel von Christopher Lenz aus, sieht den Transfer aber als Wertschätzung für die Arbeit beim 1. FC Union Berlin an.
Bei einer Pressekonferenz drückte Union-Coach Urs Fischer (54) sein Bedauern über den bevorstehenden Wechsel von Christopher Lenz aus, sieht den Transfer aber als Wertschätzung für die Arbeit beim 1. FC Union Berlin an.  © Andreas Gora/dpa

Während der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr/Sky) hat sich Union-Coach Urs Fischer (54) am Donnerstag zu dem angekündigten Wechsel von Christopher Lenz geäußert.

Man müsse diese Entscheidung akzeptieren. "Er wechselt zu einem tollen Klub mit einem tollen Trainerteam und wird sich dort sicher wohlfühlen." Allerdings bedauere er den Abgang seines Verteidigers: "Natürlich wären wir froh gewesen, wenn er sich für uns entschieden hätte."

Bis zum Saisonende erwartet sich der Schweizer eine professionelle Einstellung des Stammspielers, der noch einmal "alles raushauen" solle.

Den Wechsel sieht er dabei als Wertschätzung für die Arbeit des gesamten Vereins an, denn es zeige, dass man vieles richtig gemacht habe, wenn die Spieler für Top-Vereine interessant sind.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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