Bei Union gegen Bayern: Fans klettern auf Baum, um Spiel zu sehen

Berlin - Zwei Fußball-Fans in Berlin haben versucht, den Zuschauer-Ausschluss in der Bundesliga wegen der Corona-Pandemie auf besonders kreative Art und Weise zu umgehen.

Benjamin Pavard trifft zum 0:2. Unions Rafal Gikiewicz (l.) hat keine Chance.
Benjamin Pavard trifft zum 0:2. Unions Rafal Gikiewicz (l.) hat keine Chance.  © Hannibal Hanschke/Reuters-Pool/dpa

Die Männer kletterten nach Angaben eines Polizeisprechers während der Partie des 1. FC Union Berlin gegen den FC Bayern auf einen Baum neben dem Stadion, um einen Blick auf das Spiel zu erhaschen.

Lange konnten sie das Spiel aber nicht verfolgen. Die Polizei bat die beiden Fans herunter, nahm deren Personalien auf und sprach Platzverweise aus. 

Die Partie fand wie derzeit alle Spiele der Fußball-Bundesliga wegen der Corona-Krise ohne Zuschauer im Stadion statt.

Darüber hinaus blieb es rund um das Spiel im Stadion an der alten Försterei ruhig. Lediglich bei der Ankunft der Mannschaftsbusse versammelten sich rund 50 Fans vor dem Stadion, wie ein Polizeisprecher sagte. 

Die Beamten forderten die Menschen zum Verlassen des Geländes auf und lösten die Versammlung schnell auf.

Genützt hat die Unterstützung der Fans nichts: Union unterlag dem Rekordmeister nach Treffern von Lewandowski (40. Minute) und Pavard (80.) mit 0:2 (0:1). Die Eisernen rutschen durch die Niederlage vor dem Derby gegen Hertha BSC auf Rang zwölf hinter den Hauptstadtrivalen ab. 

Am Freitag im Olympiastadion soll dann wieder Cheftrainer Urs Fischer dabei sein, der sein Team beim Bayern-Duell nach seiner Abreise aus familiären Gründen aus dem Quarantäne-Trainingslager nicht betreuen durfte und von seinem Assistenten Markus Hoffmann vertreten wurde. Fehlen wird gegen die Hertha Abwehrchef Keven Schlotterbeck, der die fünfte Gelbe Karte sah. 

Titelfoto: Hannibal Hanschke/Reuters-Pool/dpa

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