Union feiert Klassenerhalt mit ein paar Dutzend Fans: Drohen jetzt Konsequenzen?

Berlin - Geschafft! Der 1. FC Union Berlin feiert mit dem 1:0 über den SC Paderborn den Klassenerhalt. Das Wichtigste fehlte allerdings: die Fans!

Berlins Spieler feiern nach dem Spiel den Klassenerhalt.
Berlins Spieler feiern nach dem Spiel den Klassenerhalt.  © Kay Nietfeld/dpa

Wobei so mancher "die Sensation", wie Urs Fischer den Ligaverbleib bezeichnete, nicht verpassen wollte. Erneut hatten sich ein paar Fans im Wald versammelt und die Mannschaft immer wieder lautstark unterstützt.

"Natürlich sind wir megaglücklich und freuen uns. Das Gefühl war aber auch ein bisschen komisch. Jeder weiß gar nicht, was so richtig ist, du hast von außen nicht dieses Glücksgefühl", meinte Union-Profi Robert Andrich.

"Es ist wirklich eine sehr lange Saison. Da gehen dir gewisse Bilder durch den Kopf. Wenn du es geschafft hast, wenn du über die Ziellinie gegangen bist, ist es einfach ein tolles Gefühl", sagte Trainer Urs Fischer: "Wir hatten Hochs und Tiefs, wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Wir waren aber auch nicht euphorisch, als es lief. Eine tolle Saison, die wir gespielt haben."

Nach Schlusspfiff hatten sich schließlich ein paar Dutzend Union-Anhänger an der Ein- und Ausfahrt zur Alten Försterei versammelt, um ihre Helden zu huldigen. Die Aufstiegsfeier wurde zu einer kleinen Parkplatz-Party.

Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert geht nicht von Problemen wegen Feiern aus

Grischa Prömel spielt auch nächstes Jahr mit Union in der Bundesliga.
Grischa Prömel spielt auch nächstes Jahr mit Union in der Bundesliga.  © Kay Nietfeld/dpa

Konsequenzen müssen die Eisernen aufgrund der Corona-Verhaltensregeln aber wohl nicht fürchten. "Ich hatte auch die Situation, dass ich aus dem Stadion heraus Leute hätte überfahren müssen", erzählte Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert.

Logischerweise sei mit den Fans ein wenig gejubelt worden, berichtete er weiter. "Ich denke, dass es eher kein großes Thema werden wird." Zudem würden am Freitag wieder alle auf das Virus getestet.

Zwei Spieltage vor Schluss hat Union das große Ziel erreicht. Bei den letzten beiden Gegnern sieht das anders aus. Die TSG Hoffenheim will in die Europa League und Fortuna Düsseldorf kämpft gegen den Abstieg. 

"Wir hatten in der Hinrunde 20 Punkte und haben bis jetzt 18. Es ist ja vielleicht auch ein Ziel, die Hinrunde zu übertreffen", will Ruhnert die Saison nicht abschenken.

Dass die Eisernen am Ende noch vor Stadtrivale Hertha BSC, die ebenfalls 38 Punkte auf dem Konto haben, stehen könnten, ist weder für den Geschäftsführer noch für den Trainer von Interesse. "Ich glaube, in zwei, drei Tagen sieht es dann ein bisschen anders aus", ergänzt Fischer doch noch.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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