Vereinslegenden vor Hauptstadtderby: Union bessere Einheit als Hertha

Berlin - Für Hertha-Ikone Erich Beer (74) und Union-Legende Torsten Mattuschka (41) liegt ein entscheidender Unterschied der beiden Hauptstadtklubs im Zusammenhalt.

Erich Beer (74) bei einer Ausstellung im Jahr 2017. Die Hertha-Ikone vermisst zurzeit die familiäre Atmosphäre bei den Blau-Weißen und prangert Fehlinvestitionen an. (Archivfoto)
Erich Beer (74) bei einer Ausstellung im Jahr 2017. Die Hertha-Ikone vermisst zurzeit die familiäre Atmosphäre bei den Blau-Weißen und prangert Fehlinvestitionen an. (Archivfoto)  © picture alliance / Soeren Stache/dpa

"Union wirkt wie eine große Familie. Das ist Hertha im Moment leider nicht mehr", sagte der mittlerweile 74 Jahre alte ehemalige Fußballprofi Beer in einem Doppelinterview dem "Kicker" (Montag).

"Union ist eine bessere Einheit als Hertha. Hertha hat viele junge Spieler, hatte aber auch viele Problemfälle", befand Mattuschka.

Der 41-Jährige ergänzte mit Blick auf Spieler wie Matheus Cunha (22) und Dodi Lukebakio (24), die Hertha im Sommer wieder abgegeben hat: "Diese Ego-Zocker gibt es bei Union nicht."

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Vor dem erneuten Hauptstadtderby an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) im Stadion An der Alten Försterei liegt der 1. FC Union Berlin mit 17 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Bundesliga. Hertha BSC ist 13. mit vier Zählern weniger.

Selbst bei einem Sieg bei den Eisernen kämen die Herthaner also nur bis auf einen Punkt ran.

Union-Legende Torsten Mattuschka: Keine Ego-Zocker bei den Eisernen

Torsten Mattuschka (41) läuft 2018 bei einem Hallenturnier für die Traditionsmannschaft von Union Berlin auf. Die Union-Legende sieht die Eisernen als bessere Einheit im Vergleich zu Hertha BSC. (Archivfoto)
Torsten Mattuschka (41) läuft 2018 bei einem Hallenturnier für die Traditionsmannschaft von Union Berlin auf. Die Union-Legende sieht die Eisernen als bessere Einheit im Vergleich zu Hertha BSC. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa

Einen Auswärtssieg im Berliner Stadtduell gab es in den bisherigen vier Begegnungen in der ersten Liga allerdings noch nicht.

Andere Klubs als die Hertha hätten weniger Geld, "kriegen es aber besser hin. Hertha holt Stars, die keine sind. Da wurde eine Menge Geld nicht so sinnvoll eingesetzt", sagte Beer.

Bei Union hingegen sei die Mannschaft der Star, betonte der ehemalige Herthaner, der in den 1970er-Jahren für den West-Berliner Klub spielte und lange Zeit Herthas Bundesliga-Rekordtorschütze war.

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Beer glaubt wie auch Mattuschka, der von 2005 bis 2014 für die Eisernen im Einsatz war, nicht an einen längeren Verbleib von Pal Dardai (45) als Trainer der Hertha unter Manager Fredi Bobic (50).

"Wenn Bobic den richtigen Trainer für die Zukunft gefunden hat, wird er Pal sagen: 'Das war’s.'" Mattuschka ergänzte: "Ich denke auch, dass Dardai keine Dauerlösung ist. Bei der nächsten Schwächephase ist er vermutlich weg."

Titelfoto: picture alliance / Soeren Stache/dpa, Soeren Stache/dpa (Bildmontage)

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