Geht Union die Puste aus? Eiserne in der Mini-Krise

Berlin - Die Überraschungsmannschaft der Liga hat im neuen Jahr noch einige Startschwierigkeiten. Der 1. FC Union Berlin wartet nun schon seit vier Spielen auf einen Sieg. Das 0:1 beim 1. FSV Mainz 05 war bereits die dritte Niederlage auf fremdem Platz in Folge.

Der Mainzer Leandro Barreiro (r.) im Kopfball-Duell mit Unions Marcus Ingvartsen.
Der Mainzer Leandro Barreiro (r.) im Kopfball-Duell mit Unions Marcus Ingvartsen.  © Thomas Frey/dpa

Konnten die Köpenicker nach der Auftaktniederlage gegen den FC Augsburg (1:3) und dem verlorenen Stadtderby gegen Hertha BSC (1:3) jeweils eine Serie starten, kommt Union noch nicht richtig in Schwung. Allein in den letzten vier Spielen kassierten sie drei Niederlagen.

Dabei sind die Hauptstädter nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft. Das Spielglück ist derzeit aber nicht auf ihrer Seite. Während die Eisernen in der Hinserie die 50-50-Spiele noch für sich entscheiden konnte, scheint sich das Blatt zu wenden.

"Es hängt an Kleinigkeiten und im Moment machen wir diese nicht gut", analysierte Fischer nach der Pleite in Mainz.

So steckt Union erstmals in dieser Spielzeit in einer Mini-Krise, zumindest aber in einer Ergebnis-Krise - auch weil die Stürmer nicht mehr treffen.

Stoßstümer Taiwo Awoniyi (23) wartet nun schon seit sechs Spielen auf einen Treffer. Da dürfte die Rückkehr von Max Kruse (32) gerade recht kommen. Unions Topscorer (sechs Tore/fünf Vorlagen) schuftet derzeit hart für sein Comeback.

Max Kruse gegen den FC Schalke 04 noch keine Option

Schiedsrichter Sascha Stegemann (r.) zeigt Unions Nico Schlotterbeck (M) die Gelb-Rote-Karte. Florian Hübner (l.) und Marcus Ingvartsen (r.) beschweren sich vergebens.
Schiedsrichter Sascha Stegemann (r.) zeigt Unions Nico Schlotterbeck (M) die Gelb-Rote-Karte. Florian Hübner (l.) und Marcus Ingvartsen (r.) beschweren sich vergebens.  © Thomas Frey/dpa

"Ja, es sieht gut aus, die Strukturen sind fast zusammen", erklärte der Ex-Bremer via Instagram: "Ich bin auf einem sehr, sehr guten Weg."

Anders als bei Winter-Neuzugang Peter Musa (22) reicht es aber noch nicht für einen Einsatz am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen den FC Schalke 04. Der Tscheche feierte in Mainz sein Bundesliga-Debüt und ist bereit für die Startelf. "Aber das entscheidet der Trainer. Ich tue alles, um dabei zu sein", so der 22-Jährige.

Von Panik oder Abstiegssorgen ist in Köpenick angesichts der mageren Punktausbeute ohnehin nichts zu spüren. Die Berliner, die den großen Stadtrivalen Hertha nicht nur tabellarisch den Rang abgelaufen haben, stehen mit 29 Punkten und dem neunten Platz weit über den Erwartungen.

"Ich habe schon das Gefühl, dass wir ums Überleben kämpfen, natürlich ist die Situation mit 29 Punkten eine andere", hatte Fischer nach der jüngsten Niederlage am vergangenen Wochenende erklärt.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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