Plant Union Berlin insgeheim doch schon für den Europapokal?

Berlin - Die Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden! Der 1. FC Union Berlin weicht nämlich trotz des Höhenflugs in der Bundesliga von seinem Ziel Klassenerhalt nicht ab. Dennoch sind Gedanken an eine rosige Zukunft natürlich erlaubt.

Union-Präsident Dirk Zingler (56, l.) und Geschäftsführer Oskar Kosche (53) bei der Jahres-Hauptversammlung 2018 des 1. FC Union Berlin. Kosche sprach am Mittwoch in einer virtuellen Mitgliederversammlung über die Sitzplatz-Problematik im Stadion An der Alten Försterei. (Archivfoto)
Union-Präsident Dirk Zingler (56, l.) und Geschäftsführer Oskar Kosche (53) bei der Jahres-Hauptversammlung 2018 des 1. FC Union Berlin. Kosche sprach am Mittwoch in einer virtuellen Mitgliederversammlung über die Sitzplatz-Problematik im Stadion An der Alten Försterei. (Archivfoto)  © Jörg Carstensen/dpa

Das von der UEFA verordnete Stehplatzverbot bei Europapokal-Spielen ist den Eisernen angesichts der Situation im Stadion An der Alten Försterei daher ein Dorn im Auge.

Geschäftsführer Oskar Kosche (53) räumte bei der virtuellen Mitgliederversammlung am Mittwochabend auf eine online von einem Fan gestellte Frage ein, dass man die Thematik für eine mögliche Qualifikation für den internationalen Wettbewerb nicht ausblende und die geltenden Regeln infrage stelle.

"Auf der einen Seite planen wir natürlich, wie das technisch machbar ist", sprach Kosche über einen möglichen temporären Umbau von Steh- in Sitzplätze.

"Auf der anderen Seite muss man auch ganz klar sagen, dass es jetzt vielleicht auch die Situation ist, mal über die bestehenden Regeln zu sprechen, mal eine Diskussion anzufangen, warum eigentlich bei internationalen Spielen andere Regelungen gelten als in der Fußball-Bundesliga. Regeln, die die Mehrheit der Vereine in diesem Ausmaß gar nicht wollen", sagte Kosche.

Der 1. FC Union Berlin informiert bei Twitter über die virtuelle Mitgliederversammlung des Vereins

Für die Teilnahme an einen europäischen Wettbewerb benötigt der 1. FC Union Berlin mehr Sitzplätze

Fans im Stadion An der Alten Försterei - ein Bild, das man angesichts der Corona-Pandemie schon lange nicht mehr gesehen hat. Bei der Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb müsste der 1.FC Union Berlin sein Sitzplatz-Kontingent erheblich erweitern. (Archivfoto)
Fans im Stadion An der Alten Försterei - ein Bild, das man angesichts der Corona-Pandemie schon lange nicht mehr gesehen hat. Bei der Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb müsste der 1.FC Union Berlin sein Sitzplatz-Kontingent erheblich erweitern. (Archivfoto)  © Andreas Gora/dpa

Die UEFA verbietet Stehplätze bei Spielen in der Champions League, der Europa League und auch in der von der kommenden Saison an ausgetragenen drittklassigen Conference League.

Die Spielstätte von Union im Berliner Stadtteil Köpenick bietet zwar 22.012 Zuschauern Platz, doch nur gut 3600 Fans haben dabei Sitzplätze auf der Haupttribüne. Beide Tribünen hinter den Toren und die Gegengerade bieten nur Stehplätze.

Bislang hatten Trainer Urs Fischer (54) und Manager Oliver Ruhnert (49) jede Diskussion über eine Europacup-Qualifikation abgelehnt, obwohl der derzeitige Tabellen-Achte teilweise auf dem vierten Rang und damit auf einem Champions-League-Platz stand.

Auch Kosche bekräftigte, dass es im zweiten Bundesliga-Jahr nur um den Klassenerhalt gehe.

Sollte sich Union aber in diesem oder auch in zehn Jahren für das internationale Geschäft qualifizieren, werde man eine Lösung finden, im eigenen Stadion spielen zu können.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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