"Sehr gute Leistung": Union kann wieder gewinnen, auch ohne Kruse!

Berlin - Das schönste Geburtstags-Geschenk bekam Urs Fischer (55) von seiner Mannschaft. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Folge, siegte der 1. FC Union Berlin völlig verdient mit 1:0 (0:0) beim SC Freiburg.

Unions Robert Andrich (l.) im Zweikampf mit Freiburgs Manuel Gulde.
Unions Robert Andrich (l.) im Zweikampf mit Freiburgs Manuel Gulde.  © Sebastian Gollnow/dpa

Vor allem die Art und Weise dürfte den Schweizer gefallen haben. Von der jüngsten Negativserie war in Freiburg nichts zu erkennen.

"Ich glaube, dass es eine sehr gute Leistung von uns war, sonst hätten wir in Freiburg nicht gewinnen können", lobte Fischer. "Die Mannschaft hat den Plan über 90 Minuten gut umgesetzt und aus meiner Sicht sehr solidarisch verteidigt."

Erst kurz nach dem Seitenwechsel und einer Umstellung zur Pause, kamen die Breisgauer zu ihrer einzigen Großchance. Lucas Höler (26) köpfte aber den Ball nur auf das Tornetz (54. Minute).

Das war es auch schon mit dem Freiburger Sturmlauf. Die Köpenicker bestimmten von Beginn an das Spiel, auch wenn im ersten Durchgang die Durchschlagskraft fehlte. Ein am Ende harmloser Fallrückzieher von Joel Pohjanpalo (26), eine abgepfiffene Großchance durch Christopher Lenz (25), sowie ein Distanzversuch von Robert Andrich (26) waren die einzigen nennenswerten Offensivaktionen der ersten Hälfte.

Defensiv hingegen ließen die Köpenicker quasi nichts zu. Loris Karius (27), der erneut anstelle von Andreas Luthe (33) im Tor stand, war das gesamte Spiel nahezu beschäftigungslos. Für Erstauen sorgte da eher seine Trinkflasche. Auf dieser klebte ein kleiner Zettel mit den Lieblingsecken der potenziellen Freiburger Elfmeterschützen. "Das kann man dann als Stütze nehmen, wenn man's braucht", erzählte Karius später bei Sky.

Grischa Prömel beendet Negativserie von fünf sieglosen Spielen

Weil Freiburgs Keven Schlotterbeck (l.) nur eingewechselt worden war, wurde es mit Unions Nico Schlotterbeck (r.) nur ein kurzes Brüder-Duell.
Weil Freiburgs Keven Schlotterbeck (l.) nur eingewechselt worden war, wurde es mit Unions Nico Schlotterbeck (r.) nur ein kurzes Brüder-Duell.  © Sebastian Gollnow/dpa

Gebraucht hatte der 27-Jährige es aber nicht. Freiburg kam kaum in den Strafraum der Eisernen. "Wir konnten immer wieder Nadelstiche setzen und hatten auch von der Anzahl her die klareren Möglichkeiten. Von daher ist der Sieg sicher nicht unverdient", so Fischer.

Als Freiburg-Trainer Christian Streich mit einem Dreifachwechsel seine komplette Offensive austauschte, schlug Union eiskalt zu. Eine mustergültige Flanke von Marcus Ingvartsen (24) verwertete Grischa Prömel (26) per Kopf zum 1:0 (64.).

Viel kam von den Freiburgern danach nicht mehr, auch wenn Niko Gießelmann (29) in den Schlussminuten Glück hatte, nach einem heftigen taktischen Foul nur die Gelbe Karte gesehen zu haben.

Bereits im Vorfeld waren die Augen vor allem auf einen Köpenicker gerichtet: Max Kruse (32)! Nach langer Verletzungspause stand der Routinier erstmals wieder im Kader. Für einen Einsatz an alter Wirkungsstätte reichte es aber nicht. Der Angreifer musste den ungefährdeten Sieg komplett von der Bank aus verfolgen.

"Es geht am Schluss nicht um Max Kruse, sondern um den Erfolg des Gesamten", sagte Fischer. "Max muss sich noch ein bisschen gedulden."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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