Wird Union-Neuzugang Endo der neue Kagawa?

Berlin - Während die Hertha-Fans auf den ersten Sommer-Transfer warten (Lucas Tousart wurde bereits im Winter verpflichtet), herrscht bei Stadtnachbar Union jede Menge Betrieb. Die Eisernen können mit Niko Gießelmann (28), Sebastian Griesbeck (29), Keita Endo (22), Nico Schlotterbeck (20) und Cedric Teuchert (23) bereits fünf Neuzugänge verzeichnen.

Unions Keita Endo (l) wird schon mit Ex-Dortmund-Star Shinji Kagawa verglichen.
Unions Keita Endo (l) wird schon mit Ex-Dortmund-Star Shinji Kagawa verglichen.  © imago images/AFLOSPORT, Ina Fassbender/dpa

Vor allem auf die Entwicklung von Endo ist man in Köpenick gespannt. "Wenn du dich mit den Leuten in Japan unterhältst und über die talentiertesten jungen Spieler sprichst, hörst du sehr oft den Namen Keita Endo", berichtete Union-Manager Oliver Ruhnert am Rande des Trainingslagers dem "Kicker". "Er hat großes Potenzial, er kann uns sehr helfen."

Anders als die Neuzugänge Schlotterbeck und Teuchert konnte der 22-Jährige aufgrund einer Zerrung aus dem letzten Spiel für seinen Leihverein Yokohama F. Marino noch nicht trainieren, wurde im Beisein des Dolmetschers aber der Mannschaft vorgestellt.

"Wichtig ist, dass er in Ruhe ankommt. Er wird seine Zeit bekommen", sagte Ruhnert. 

Nur die allerwenigsten Fußballfans in Deutschland werden den zweifachen japanischen Nationalspieler auf dem Zettel gehabt haben. Schnell werden da Vergleiche mit Ex-Dortmund-Star Shinji Kagawa (31) gezogen.

Der BVB hatte den damals 21-Jährigen in der 2. Liga Japans entdeckt. In seiner Premierensaison 2010/11 wurde der trickreiche Offensivspieler unter Jürgen Klopp sofort Stammkraft, ehe er zwei Jahre und zwei gewonnene Meisterschaften später für 22 Millionen Euro zu Manchester United wechselte. 

"Da hat jeder am Anfang gesagt: Welch ein Fehleinkauf, der bringt gar nix. Auf einmal war er dann ein Weltstar", sagte Ruhnert und dämpft gleichzeitig die Erwartungen. "Man muss den Spielern Zeit geben, die wird Keita bekommen. Ich bin ich mir ziemlich sicher, er kann sehr gut abliefern, wenn er seine Zeit hatte, sich zu integrieren."

Eigentlich macht sich Unions Geschäftsführer vor einem Transfer noch selbst ein Bild vor Ort von dem Spieler. Das war durch die Corona-Pandemie diesmal nicht möglich. So musste er sich diesmal noch mehr als sonst auf die Scouts verlassen. "Es wegen Corona nicht zu tun wäre für uns ein viel höheres Risiko gewesen, weil es ein sehr guter Deal für Union ist."

Titelfoto: imago images/AFLOSPORT, Ina Fassbender/dpa

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