Union klar auf Europapokalkurs: "Im Fußball kann es schnell gehen"

Berlin - Der eiserne Höhenflug hält auch im neuen Jahr an! Der 1. FC Union Berlin siegt beim SV Werder Bremen hochverdient mit 2:0. Diese Köpenicker sind einfach nicht zu stoppen.

Sheraldo Becker jubelt über seinen Treffer zum 1:0. Urs Fischer will von Europa nichts wissen.
Sheraldo Becker jubelt über seinen Treffer zum 1:0. Urs Fischer will von Europa nichts wissen.  © Carmen Jaspersen/dpa, Sebastian Gollnow/dpa

Mit nun 24 Punkten aus 14 Spielen steht Union zumindest vorübergehend auf Platz vier - einem Champions-League-Platz. Auch wenn es in Köpenick niemand hören mag: Die Eisernen sind klar auf Europapokalkurs.

Halten sie ihren derzeitigen Punkteschnitt von 1,71, haben die Berliner am Ende 58 Zähler auf dem Konto. Das hätte in der vergangenen Spielzeit für die Europa League gereicht.

Selbst der Ausfall von Max Kruse (32) scheint der Mannschaft von Urs Fischer (54) nichts auszumachen. Sie ersetzen den Ex-Bremer einfach im Kollektiv. Das Toreschießen übernehmen andere. Allein Taiwo Awoniyi (23) hat mit fünf Treffern schon vier Tore mehr als noch zu Mainzer Zeiten.

Das Ziel heißt aber weiterhin Klassenerhalt. Fischer will auch nach dem perfekten Start ins neue Jahr von seiner vorsichtigen Linie nicht abweichen. "Ich werde mich immer gleich äußern." Union spiele erst das zweite Jahr in der Fußball-Bundesliga, betonte Fischer.

"Wir machen es im Moment sehr gut. Das soll uns auch Vertrauen und Zuversicht für die nächsten schwierigen Aufgaben geben. Aus meiner Sicht sollten wir nicht verleitet werden, anders zu denken, weil es im Moment gut läuft", sagte der Union-Trainer am Sonntag in einer Medienrunde per Video.

Union will von Europa nichts wissen

Auch seine Spieler stoßen ins selbe Horn. Sie wollen nach dem überzeugenden Auftritt in Bremen nichts von einer Neuorientierung wissen. Die Köpenicker haben sich nur einen erfolgreichen Kampf gegen den Abstieg zum obersten Ziel gesetzt.

Den großen Abstand zum Relegationsplatz bezeichnete Fischer als "ein ordentliches Polster". Es gehe ihm auch nicht darum, ob der Vorsprung trügerisch sei oder nicht. "Im Fußball kann es schnell gehen. Wir haben Beispiele, in denen bei anderen Mannschaften mit ähnlicher Punktzahl in der zweiten Hälfte nichts mehr ging. Das sollte man nicht unterschätzen", sagte Fischer.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa, Sebastian Gollnow/dpa

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