Bedient sich Union Berlin gleich zweimal bei Werder Bremen?

Berlin/Bremen - Eigentlich schien der Kader des 1. FC Union Berlin bereits frühzeitig für die Saison 2021/22 zu stehen: Inklusive Leih-Rückkehrern und Jungprofis verzeichneten die Eisernen gleich 17 Neuzugänge.

Werders Kevin Möhwald (28) steht bei Union Berlin als Ergänzung im Mittelfeld hoch im Kurs.
Werders Kevin Möhwald (28) steht bei Union Berlin als Ergänzung im Mittelfeld hoch im Kurs.  © Friso Gentsch/dpa

Am Rande des 2:1-Heimerfolgs über Borussia Mönchengladbach ließ Union-Manager Oliver Ruhnert (49) jedoch verlauten, dass sich bis zum Deadline Day auch in Köpenick noch etwas in Sachen Transfers tun könnte.

Schuld daran sei eine größere Dynamik auf dem Transfermarkt im Vergleich zur vorherigen Sommerpause, was auch Union Berlin betreffe.

Mit Robert Andrich (26) hat ein wichtiger Leistungsträger den Verein bereits verlassen und bei Liga-Konkurrent Bayer 04 Leverkusen angeheuert.

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Zudem droht noch der Abgang von Innenverteidiger Marvin Friedrich (25), der gemeinsam mit Robin Knoche (29) das Rückgrat der Union-Abwehr bildet. Der 25-Jährige wird ebenfalls in Leverkusen und auch bei den Fohlen aus Gladbach gehandelt.

Dem Gerücht um einen möglichen Wechsel zu Lokalrivale Hertha BSC erteilte Friedrich am Sonntag höchstpersönlich eine Absage. "Ich kann die großartigen Union-Fans beruhigen: Schon allein wegen meiner großen Verbundenheit zu Union werde ich definitiv nicht zu Hertha gehen!", stellte er gegenüber SPORT1 klar.

Da sein Abgang damit aber nicht ausgeschlossen ist, schauen die Köpenicker sich aktuell nach Ersatz für ihn und auch für Andrich um.

Der 1. FC Union Berlin will sich am liebsten gleich zweimal beim SV Werder Bremen bedienen

Werder-Innenverteidiger Marco Friedl (23) gilt bei Union Berlin als möglicher Ersatz bei einem Abgang von Marvin Friedrich.
Werder-Innenverteidiger Marco Friedl (23) gilt bei Union Berlin als möglicher Ersatz bei einem Abgang von Marvin Friedrich.  © Carmen Jaspersen/dpa

Fündig scheinen sie dabei beim Zweitligisten SV Werder Bremen geworden zu sein, der aufgrund finanzieller Nöte schon einige Leistungsträger verkaufen musste, um Neuzugänge verpflichten zu können.

Nach Informationen des Portals Deichstube haben die Berliner in Kevin Möhwald (28) einen adäquaten Ersatzmann für Andrich auserkoren. Demnach darf der 28-Jährige an die Spree wechseln, wenn die Bremer noch bis Transferschluss eine Alternative finden. Hinsichtlich der Finanzen sollen die beiden Klubs jedenfalls nicht mehr weit voneinander entfernt liegen.

Möhwald stand beim 3:0-Erfolg gegen den FC Hansa Rostock zwar im Kader der Grün-Weißen, blieb jedoch die vollen 90 Minuten auf der Bank, sodass ein Abgang sich hier anzudeuten scheint.

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Auch für die Abwehr suchen die Eisernen Verstärkung an der Weser und sollen dem österreichischen Nationalspieler Marco Friedl (23) bereits ein Angebot unterbreitet haben. Allerdings sind die Bremer Verantwortlichen im Zusammenhang mit dieser Personalie noch lange nicht mit der Offerte vonseiten Union einverstanden.

Aus diesem Grund versucht Friedl seinen Wechsel nun zu erzwingen, indem er in einen Streik getreten ist und kurzfristig seine Teilnahme am Heimspiel gegen Rostock abgesagt hat. Von diesem Verhalten zeigten sich Bremens Coach Markus Anfang (47) und Manager Frank Baumann (45) wenig begeistert und drohten Konsequenzen an. Spätestens am morgigen Dienstag muss eine Entscheidung in der Causa Friedl gefällt werden.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa, Friso Gentsch/dpa (Bildmontage)

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