Union Berlin krönt nächste Euro-Party mit Premierensieg: "Macht megaviel Spaß"

Berlin - Langsam wird es zur Gewohnheit: Wenn der 1. FC Union Berlin auf der europäischen Bühne antritt, brennen die Fans ein Stimmungs-Feuerwerk ab, was die Mannschaft diesmal auch mit einem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg belohnen konnte.

Die Union-Kicker bejubeln den Treffer zum 2:0 von Kevin Behrens (30, 2.v.l.).
Die Union-Kicker bejubeln den Treffer zum 2:0 von Kevin Behrens (30, 2.v.l.).  © Andreas Gora/dpa

Am Donnerstagabend feierten 23.342 Zuschauer eine rote Party im eigentlich verhassten Olympiastadion von Lokalrivale Hertha BSC. Auch die mitgereisten Fans von Gegner Maccabi Haifa FC ließen sich nicht lumpen und feuerten ihre Elf mit Pyro-Einsatz an.

"Es ist unglaublich, es macht megaviel Spaß", feierte Andreas Voglsammer (29), der die Eisernen in der 33. Minute nach Pass von Kevin Behrens (30) auf die Siegerstraße brachte, die Dauergesänge der Union-Fans.

Aber halt, wir schrieben Minute 33 und Voglsammer und Behrens standen auf dem Platz? Richtig gelesen, denn Hauptübungsleiter Urs Fischer (55) überraschte mit einer "Radikal-Rotation" und gönnte seinen Star-Stürmern Max Kruse (33) und Taiwo Awoniyi (24) eine Verschnaufpause.

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Kruse schmorte sogar die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Awoniyi durfte immerhin noch knapp 20 Minuten mitspielen und steuerte in der 76. Minute mit einer sehenswerten Direktabnahme den 3:0-Endstand bei.

Die mitgereisten Anhänger von Maccabi Haifa brennen ein Pyro-Feuerwerk im Gästeblock ab.
Die mitgereisten Anhänger von Maccabi Haifa brennen ein Pyro-Feuerwerk im Gästeblock ab.  © Andreas Gora/dpa

Die Spieler des 1. FC Union Berlin feiern den Sieg gegen Maccabi Haifa FC mit ihren Fans

Union Berlin springt mit Premierensieg auf Platz zwei in Gruppe E

Die Spieler von Union Berlin drehen nach dem 3:0-Sieg eine Ehrenrunde im Berliner Olympiastadion, um sich bei ihren frenetischen Fans zu bedanken.
Die Spieler von Union Berlin drehen nach dem 3:0-Sieg eine Ehrenrunde im Berliner Olympiastadion, um sich bei ihren frenetischen Fans zu bedanken.  © Andreas Gora/dpa

Der Nigerianer wurde erst vier Zeigerumdrehungen zuvor für Behrens eingewechselt, der in der 48. Minute nach einem Freistoß von Kapitän und Vorlagenkönig Christopher Trimmel (34) per Kopf auf 2:0 erhöht hatte.

Die Gäste aus Israel hatten zwar ein wenig mehr Ballbesitz als die Hausherren, konnten diesen aber nur selten in gefährliche Aktionen ummünzen, sodass sich Schlussmann Frederik Rönnow (29) bei seinem Startelfdebüt kaum auszeichnen konnte.

Mit dem ersten Sieg in der Gruppenphase der Europa Conference League springen die Köpenicker auf den zweiten Tabellenplatz in Gruppe E.

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Nach der Länderspielpause muss die Fischer-Truppe dann am 21. Oktober (18.45 Uhr) beim aktuellen Tabellenführer Feyenoord Rotterdam im legendären De Kuip antreten, wo traditionell eine knisternde Atmosphäre herrscht, zu der mit Sicherheit auch wieder die mitreisenden Schlachtenbummler aus Berlin beitragen werden.

Davon wollen die Union-Kicker sich aber nicht beeindrucken lassen: "Da wollen wir auch wieder punkten", kündigte Behrens vollmundig an. Doch "Jetzt gilt es, zu regenerieren und die schwierige Aufgabe Mainz vorzubereiten", wie sein Schweizer Coach nach Spielschluss betonte.

Am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) muss der 1. FC Union in der Bundesliga im Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 punkten, um nicht den Anschluss an die obere Tabellenregion zu verlieren.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa (Bildmontage)

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