Union-Legende Michael Parensen wird ein Pinguin und kickt in der Landesliga

Berlin - Michael Parensen (34), der im vergangenen Sommer seine Profikarriere beim 1. FC Union Berlin beendete, wird dem Berliner Fußball erhalten bleiben, wenn auch in einer anderen Spielklasse.

Union-Urgestein Michael Parensen (34) beendete im Sommer 2020 seine aktive Profikarriere beim 1. FC Union Berlin. Zukünftig wird er seine Schuhe für den Berliner Landesligisten Polar Pinguin schnüren.
Union-Urgestein Michael Parensen (34) beendete im Sommer 2020 seine aktive Profikarriere beim 1. FC Union Berlin. Zukünftig wird er seine Schuhe für den Berliner Landesligisten Polar Pinguin schnüren.  © Andreas Gora/dpa

Laut fupa.net hat sich der ehemalige Innenverteidiger der Eisernen dem Siebtligisten Polar Pinguin angeschlossen.

Da Parensen auch nach seiner aktiven Karriere unbedingt in Berlin bleiben wollte, ging er auf das Angebot zweier Freunde ein und nahm schon kurz nach Beginn der aktuellen Saison am Training des Landesligisten teil.

Schließlich wollte er den Fußball nicht von heute auf morgen komplett aufgeben, sondern als Hobby weiter betreiben, zumal für ehemalige Leistungssportler ein langsames Abtrainieren sowieso wichtig ist.

Lediglich an Punktspielen durfte der Abwehr-Recke bisher nicht teilnehmen, da bis vor Kurzem noch die Spielberechtigung vom Berliner Fußballverband fehlte.

Aktuell ist die Saison im Amateurbereich aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen. Bei Wiederaufnahme kann sich Polar Pinguin dann über eine enorme Verstärkung freuen.

Vor seinem Wechsel in die Landesliga stand Michael Parensen seit 2009 bei Union Berlin unter Vertrag

Michael Parensen (l.) im Zweikampf mit Herthas Dodi Lukebakio (23). Am 22. Mai 2020 absolvierte der Abwehrspieler sein letztes Hauptstadtderby im Dress des 1. FC Union Berlin.
Michael Parensen (l.) im Zweikampf mit Herthas Dodi Lukebakio (23). Am 22. Mai 2020 absolvierte der Abwehrspieler sein letztes Hauptstadtderby im Dress des 1. FC Union Berlin.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

"Michael Parensen ist ein unglaubliches Vorbild, als Spieler und charaktermäßig", freut sich Spielertrainer Simon Falke über seine Neuverpflichtung.

"Er hat sich super eingereiht und sieht sich als normaler Spieler, ich versuche natürlich ihn öfter zu fragen, was besser laufen könnte. Er war überrascht, wie taktisch wir als Landesligist arbeiten und war vom Niveau positiv angetan", führt Falke weiter aus.

Vor seinem Wechsel in die Landesliga stand Parensen seit 2009 bei Union Berlin unter Vertrag und stieg mit den Köpenickern von der 3. Liga bis ins Oberhaus des deutschen Fußballs auf.

Die meisten Spiele absolvierte er dabei in der 2. Bundesliga - in 207 Partien erzielte er sieben Tore und gab 17 Vorlagen. Drei Eigentore gingen ebenfalls auf sein Konto.

Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga absolvierte er neun weitere Spiele für die Rot-Weißen, wobei er sogar noch sein einziges Bundesliga-Tor erzielen konnte.

Zudem durfte der gebürtige Bad Driburger in der U18 zweimal mit dem deutschen Adler auf der Brust auflaufen. Nun geht es für ihn also in den Niederungen des deutschen Fußballs weiter, wobei sein Spaß am Spiel aber wohl keinen Abbruch erleiden dürfte.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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