Kruse scherzt über verpassten Rekord: Unioner Erfolgsserie geht weiter!

Köln/Berlin - 15 Punkte nach acht Spielen! Der 1. FC Union Berlin marschiert weiter. Gegen einen destruktiven 1. FC Köln reicht den Eisernen ein 2:1-Arbeitssieg. Da kann Max Kruse (32) sogar über einen verpatzen alleinigen Bundesliga-Rekord hinwegsehen.

Unions Max Kruse (M.) bejubelt sein Tor zum 1:2 mit Sheraldo Becker (r.) und Grischa Prömel..
Unions Max Kruse (M.) bejubelt sein Tor zum 1:2 mit Sheraldo Becker (r.) und Grischa Prömel..  © Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Mr. 100 Prozent zeigte nach 16 verwandelten Elfmetern in Folge erstmals Nerven vom Punkt. Beim 17. Versuch hatte Kölns Timo Horn (27) die Ecke geahnt und parierte - direkt vor die Füße von Kruse.

Den Nachschuss verwandelte der ehemalige Bremer eiskalt (72. Minute). So wurde Unions Top-Transfer, den die Kölner bis dato gut aus dem Spiel genommen haben, am Ende doch noch erneut zum Matchwinner.

"Wir haben 15 Punkte, haben jetzt sieben Spiele nicht verloren. Das ist das worüber die Leute jetzt schreiben sollten. Deswegen habe ich ihn nicht reingemacht", scherzt der Linksfuß über seinen Fehlschuss bei Sky.

Der 32-Jährige muss sich den Elfmeter-Rekord damit weiterhin mit Ex-Profi Jochen Abel, der Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre ebenfalls 16 Elfmeter in der Bundesliga für den VfL Bochum und den FC Schalke 04 verwandelt hat, teilen.

Viel wichtiger ist aber ohnehin, dass die Erfolgsstory der Köpenicker auch im zweiten Bundesligajahr weitergeht. Es war kein schönes Spiel, aber ein nicht unverdienter Sieger.

1. FC Union Berlin ist jetzt seit sieben Spielen ungeschlagen

Max Kruse scheiterte zunächst von Punkt, erzielte aber mit dem Nachschuss das 2:1.
Max Kruse scheiterte zunächst von Punkt, erzielte aber mit dem Nachschuss das 2:1.  © Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

"Heute war mehr Kampf und Geduld, das hat uns heute ausgezeichnet. Ich finde, dass Köln heute sehr destruktiv gespielt hat, ein bisschen das Spiel kaputtmachen wollte, um dann auf Konter zu lauern", analysierte der Torschütze. "Wie der Sieg zustande gekommen ist, ist dann auch irrelevant."

Die Gäste hätten schon früh in Führung gehen können, doch Marcus Ingvartsen (24) konnte den ersten Hochkaräter nicht nutzen. Ein altbewährtes Mittel der Eisernen sollte nach 27 Minuten dann aber zum Erfolg führen.

Nach einem langen Ball profitierte Liverpool-Leihgabe Taiwo Awoniyi (23) von Abstimmungsproblemen der Kölner Abwehr. Der ehemalige Mainzer konnte überlegt zum 1:0 einschieben.

Ellyes Skhiri (25) glich zwar zwischenzeitlich aus (36.), doch das Schlusswort sollte mal wieder Kruse gehören. Weil Salih Özcan (22) im Strafraum zu ungestüm gegen Ingvartsen eingestiegen war, zeigte Schiedsrichter Tobias Stieler auf den Punkt (70.).

Der Ex-Türkei-Legionär übernahm die Verantwortung und bescherte Union den nun schon dritten Sieg in Folge, wenn auch mit einem kleinen Wehrmutstropfen.

"Schade, dass ich den Rekord nicht habe", bedauerte der Routinier, "aber im Endeffekt ist der zweite Ball reingegangen und dann kann man es verkraften."

Titelfoto: Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

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