Union mit großer Moral! Eiserne ringen Bielefeld dank Behrens-Jokertor nieder

Berlin - Kurz vor knapp! Der 1. FC Union Berlin hat seine famose Heimserie auf 20 Spiele ohne Niederlage ausgebaut und den Köpenick-Komplex von Arminia Bielefeld verlängert.

Alessandro Schöpf (2.v.r.) von Arminia Bielefeld kämpft gegen Berlins Andreas Voglsammer (r.) um den Ball.
Alessandro Schöpf (2.v.r.) von Arminia Bielefeld kämpft gegen Berlins Andreas Voglsammer (r.) um den Ball.  © Andreas Gora/dpa

Joker Kevin Behrens (88. Minute) sorgte mit seinem späten Tor für den 1:0 (0:0)-Sieg der Eisernen in der 1. Bundesliga.

Bis dahin hatte es für Union gegen die Remis-Experten aus Ostwestfalen am Samstag lange nach einer enttäuschenden Nullnummer zur Einstimmung auf die Partie in der Conference League am Donnerstag gegen Maccabi Haifa ausgesehen. Bielefeld wurde für seine lange passive Spielweise bestraft und wartet nun seit 20 Jahren auf den ersten Sieg im Osten Berlins.

Ganz viel Geduld hatte FCU-Trainer Urs Fischer gefordert. Bielefeld stand wie erwartet stur und solide. In diesem Verbund die Lücken zu finden, sollte die Aufgabe der Hausherren sein.

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Fischer hatte dafür offensiver aufgestellt und zu Taiwo Awoniyi und dem diesmal hängend agierenden Max Kruse auch Andreas Voglsammer in die Spitze beordert. Der Ex-Armine brachte bei seinem Startelfdebüt seine Wucht ein - ein Tor gegen die früheren Kollegen wollte ihm nicht gelingen.

Das Übergewicht der Köpenicker war frappierend. Mehrfach bot sich den Eisernen die Chance zur Führung. Es fehlte aber immer an der letzten Genauigkeit. Christopher Trimmel (12.) köpfte vorbei, Voglsammer setzte zu hoch an.

Awoniyis Schuss wurde geblockt (13.). Kruse (17./19.), dem derzeit die absolute Spritzigkeit fehlt, hatte wie Awoniyi (25./40.) noch zwei Möglichkeiten. Warum Bielefeld bislang nur drei Tore geschossen hat, war offensichtlich: Nach vorn ging bei den Ostwestfalen praktisch nichts.

Startelf des 1. FC Union Berlin

Die Anfangsformation von Arminia Bielefeld

Union-Sturmbulle Andreas Voglsammer (l.) kämpft gegen Arminen-Wirbler Masaya Okugawa um den Ball.
Union-Sturmbulle Andreas Voglsammer (l.) kämpft gegen Arminen-Wirbler Masaya Okugawa um den Ball.  © Andreas Gora/dpa

Kevin Behrens schlägt kurz vor dem Abpfiff sehenswert zu

FCU-Innenverteidiger Timo Baumgartl (M.) wurde nach einem Zusammenstoß mit Fabian Klos (r.) von Arminia Bielefeld vom Spielfeld getragen.
FCU-Innenverteidiger Timo Baumgartl (M.) wurde nach einem Zusammenstoß mit Fabian Klos (r.) von Arminia Bielefeld vom Spielfeld getragen.  © Andreas Gora/dpa

Ein Schreckmoment war die Verletzung von Timo Baumgartl (30.). Der Union-Innenverteidiger musste nach einem Zusammenprall mit Bielefelds Stoßstürmer Fabian Klos mit einer Nackenstütze vom Platz getragen werden. Wie schwer die Verletzung ist, war zunächst unklar.

Union verlor nach dem Seitenwechsel unnötig die zur Maxime erkorene Geduld. Unzufriedenheit mit einigen Entscheidungen von Schiedsrichter Marco Fritz kam störend hinzu.

Der Spielfluss war jedenfalls weg. Und plötzlich hatte Bielefeld seine guten Chancen. Klos (59.) und Robin Hack (61.) scheiterten aber an Torwart Andreas Luthe, der den Berlinern vor zwei Wochen gegen Augsburg (0:0) einen Punkt gerettet hatte.

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Kruse versuchte jetzt mit Körpersprache positiv auf seine Kollegen einzuwirken. Seine Flanke konnte Trimmel (69.) per Kopfball nicht verwerten.

Joker Sheraldo Becker (74.) kam bei einer Hereingabe einen Schritt zu spät, dann sprang ihm in aussichtsreicher Position der Ball vom Fuß (80.).

Doch dann schlug Behrens kurz vor Schluss doch noch zu - und belohnte Union für ganz viel Geduld.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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