Union Berlin mit Max Kruse in der Startelf? Fischer: "Vorstellbar ist alles"

Berlin - Gegen den SC Freiburg musste er 90 Minuten auf der Bank schmoren, jetzt winkt Max Kruse (32) gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/DAZN) der erste Startelf-Einsatz für den 1. FC Union Berlin seit seiner Verletzung im Hauptstadtderby.

Im Hinspiel durfte sich Max Kruse (32, Mitte) mit seinen Mitspielern über ein Tor und zwei Vorlagen freuen. Am Samstag winkt ihm gegen Hoffenheim das Bundesliga-Comeback nach langer Verletzungspause.
Im Hinspiel durfte sich Max Kruse (32, Mitte) mit seinen Mitspielern über ein Tor und zwei Vorlagen freuen. Am Samstag winkt ihm gegen Hoffenheim das Bundesliga-Comeback nach langer Verletzungspause.  © Uwe Anspach/dpa

Im Training habe er laut Coach Urs Fischer (55) gute Eindrücke hinterlassen und noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht: "Er hat in dieser Woche sehr gut und engagiert trainiert."

Er sei auch schon vor dem Spiel gegen die Breisgauer in guter Verfassung gewesen, kam dort aber aufgrund des Spielverlaufs nicht zum Einsatz, wie der Schweizer bei der Pressekonferenz am Freitag berichtete.

"Er ist sicher eine Option. Vorstellbar ist alles", hielt sich der Übungsleiter wie gewohnt bedeckt. Beim 3:1-Sieg im Hinspiel war Kruse an allen drei Toren der Unioner direkt beteiligt.

Nach dem Bankdrücken und seiner langen Verletzungs-Auszeit dürfte der Stürmer eine gehörige Portion Wut oder zumindest Frust haben, aber das soll ja bekanntlich nicht das Schlechteste für eine gute Leistung sein.

Stichwort Wut: Die vermutet Fischer auch beim Gegner aus Hoffenheim im Bauch. Nach dem bitteren Ausscheiden in der Europa League erwartet er die Kraichgauer auf Wiedergutmachungstour in Berlin.

Das sagt Union-Coach Urs Fischer vor dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim über den Gegner

Kehrt Andreas Luthe ins Tor des 1. FC Union Berlin zurück oder erhält Loris Karius eine weitere Chance?

Union-Coach Urs Fischer (55) will gegen Hoffenheim die nächsten drei Punkte für den Klassenerhalt holen.
Union-Coach Urs Fischer (55) will gegen Hoffenheim die nächsten drei Punkte für den Klassenerhalt holen.  © Uwe Anspach/dpa

Es sei jedoch "wichtig, in erster Linie auf uns zu schauen", konstatierte der 55-Jährige. "Es braucht einen guten Tag und eine sehr gute Leistung von uns."

Bleibt für die Köpenicker zu hoffen, dass Hoffenheim den Chancen-Wucher vom Donnerstag weiter betreibt und nicht plötzlich wieder so gut wie jeder Schuss ein Treffer ist, wie beim 4:0-Sieg der Sinsheimer gegen den SV Werder Bremen.

Ein Sieg gegen die TSG wäre ein weiterer Schritt zum Ziel Klassenerhalt: "Das, was du auf dem Konto hast, kann dir keiner mehr nehmen", so der Schweizer gewohnt zurückhaltend.

Den möglichen Dreier müssen die Berliner allerdings weiterhin ohne die Stürmer Anthony Ujah (30), Taiwo Awoniyi (23) und Sheraldo Becker (26) in Angriff nehmen. Außerdem fehlt Linksverteidiger Niko Gießelmann (29). Christopher Lenz (26) der die gleiche Position bekleidet, ist ebenfalls aufgrund muskulärer Probleme fraglich.

Ein anderer steht derweil vor der Rückkehr ins Team. Stammkeeper Andreas Luthe (33) wird am Sonntag wohl wieder das Tor im Stadion An der Alten Försterei hüten. Er habe sich am Sonntag beim Spielersatztraining jedoch leicht das Knie verdreht, weshalb hinter seinem Einsatz noch ein kleines Fragezeichen zu stehen scheint.

Möglicherweise kann Loris Karius (27) also doch noch auf einen weiteren Einsatz für Union Berlin hoffen, bei dem er die Möglichkeit erhält, sich auszuzeichnen und einen bleibenden Eindruck bei seinem Trainer zu hinterlassen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa (Bildmontage)

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