"So richtig eklig": Union mit Personalproblemen und ohne Kruse nach Karlsruhe

Berlin - Von Losglück kann keine Rede sein. Wie Stadtnachbar Hertha BSC hat auch der 1. FC Union Berlin mit dem Karlsruher SC eines der schwersten Aufgaben im DFB-Pokal bekommen. Nach sieben Wochen Vorbereitung wird es am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ernst.  

Urs Fischer (r.) muss weiter auf Max Kruse (l.) verzichten.
Urs Fischer (r.) muss weiter auf Max Kruse (l.) verzichten.  © Kay Nietfeld/dpa, Annette Riedl/dpa-Zentralbild/dpa

"Es ist das erste Pflichtspiel. Man weiß nie, wo man steht. Auch das ist eine Herausforderung. Wir müssen davon überzeugt sein, dass wir diese Aufgabe lösen können", sagte Union-Trainer Urs Fischer auf der Pressekonferenz.

Verzichten muss der Schweizer weiterhin auf seinen Königstransfer. Max Kruse (32) wird dem Zweitligisten fehlen. "Max Kruse ist noch im Aufbau. Das wird für das Pokalspiel nicht reichen."

Damit müssen sich die Fans weiterhin in Geduld üben. Wegen anhaltender Probleme am Sprunggelenk konnte der Ex-Bremer noch kein Testspiel bestreiten.  

Immerhin kann Fischer wieder auf Toptorjäger und Zielspieler Sebastian Andersson (29) bauen. Der Schwede kehrte ebenso wie Christopher Trimmel (33) und Nico Schlotterbeck (20) von den Länderspielen zurück. 

Ob der 29-Jährige, der zwischenzeitlich angeschlagen war und während der Länderspielpause nicht zum Einsatz kam, aber auch spielen wird, ist eine andere Sache. Der 1,90 Meter große Stürmer gilt nach wie vor als Wechselkandidat. 

Von Bestbesetzung kann ohnehin nicht die Rede sein. Neben Kruse fehlen auch Anthony Ujah (Knieverletzung) und Neuzugang Keita Endo (Oberschenkelverletzung). Zudem ist Linksverteidiger Christopher Lenz (25) nach seiner Gelb-Roten Karte beim Viertelfinal-Aus bei Bayer Leverkusen gesperrt.

Favorit bleibt aber dennoch der Bundesligist. Eine Rolle, in der sich die Eisernen nicht immer wohlfühlen. "Man weiß nie, wie man steht. Wir müssen zum Schluss überzeugt sein, dass wir diese Aufgabe lösen können und davon gehe ich aus", so Fischer.

Ein Stück weit ist es fast ein Duell gegen sich selbst, da sich beide Mannschaften in ihrer Spielweise ähneln. "Es ist eine aggressive, gut organisierte Mannschaft. Sie stehen sehr kompakt und versuchen den Gegner immer wieder anzulaufen. So richtig eklig", analysiert der Chefcoach. "Ein bisschen das Gesicht, das Union in der Vergangenheit gezeigt hat und auch in Zukunft zeigen wird."

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa, Annette Riedl/dpa-Zentralbild/dpa

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