Nach beleidigender "Fanpost": Max Kruse erhält Fan-Support

Berlin - Viel Support für Max Kruse (32)! Am Dienstag erhielt der Spieler des 1. FC Union Berlin nach dem Training eine anonyme Postkarte mit einer höchst beleidigenden Nachricht eines angeblichen "Fans" und machte den Vorfall bei Instagram publik. Als Reaktion auf seinen Umgang mit der Hassbotschaft hat der Stürmer viel Zuspruch von echten Anhängern erhalten.

Max Kruse (32) hat sich nach der beleidigenden Nachricht eines "Fans" in seiner Instagram-Story für den Support seiner wahren Supporter bedankt.
Max Kruse (32) hat sich nach der beleidigenden Nachricht eines "Fans" in seiner Instagram-Story für den Support seiner wahren Supporter bedankt.  © Annette Riedl/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass die "Fanpost" von keinem Unioner gekommen ist. Von daher macht Euch keine Sorgen", beginnt er das Thema in seiner Instagram-Story einzuleiten.

Dann erzählt er, dass er viele Nachrichten erhalten hat, "die genau das Gegenteil gesagt und gezeigt haben" und bedankt sich bei seinen wahren Getreuen für die Unterstützung: "Vielen Dank dafür, ich weiß das sehr zu schätzen!"

Er sei auch gefragt worden, wie er mit solchen Hassbotschaften umgehe. Die Antwort darauf könne er jedoch nicht in einen Satz fassen, so der Star-Kicker der Eisernen.

Allerdings beruhigt er im gleichen Atemzug seine Follower: "Ihr braucht Euch keine Sorgen machen, ich stehe da drüber!"

Ob sich hinter der Nachricht letztendlich tatsächlich ein "Fan" der Köpenicker verbirgt oder einfach ein Kruse-Hasser oder gar der Anhänger eines rivalisierenden Klubs, wird wohl niemals ans Licht kommen.

Max Kruse hat mit starker Leistung auf dem Platz sicher viele Union-Fans für sich gewinnen können

Max Kruse erhielt nach dem Training am Dienstag "Fanpost" der ganz üblen Sorte.
Max Kruse erhielt nach dem Training am Dienstag "Fanpost" der ganz üblen Sorte.  © Screenshot/Instagram/max.kruse10, Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa (Bildmontage)

Dennoch dürfte wohl nicht erst seit Kruses Social-Media-Schelte klar sein, dass der sogenannte "Fan" ziemlich allein auf weiter Flur steht, denn der Großteil der Union-Supporter wird sich aufgrund von Kruses starken Leistungen in den vergangenen Bundesliga-Spielen wohl eher zum Unterstützer als zum Hater entwickeln.

Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass er mit seiner Art immer wieder aneckt aber genau das macht den Spieler und den Menschen Max Kurse aus und so lange er diese Leistung auf dem Platz bringt und seine Teamkameraden weiter mit Torvorlagen füttert, wird sein Privatleben wohl eher keine Rolle spielen, wie jüngst auch Unions Kommunikations-Chef Christian Arbeit bei einer Pressekonferenz betonte.

Und wer weiß, vielleicht avanciert der exzentrische Angreifer, auch aufgrund seiner Art mit solchen unschönen Dingen umzugehen, sogar noch zum Publikumsliebling der Eisernen, wie einst beim SV Werder Bremen?

Titelfoto: Annette Riedl/dpa-Zentralbild/dpa

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