Union Berlin nimmt Abstand von 2G-Regel: "Option nicht umsetzbar"

Berlin - Kein 2G gegen Arminia Bielefeld: Der 1. FC Union Berlin wird im anstehenden Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) weiterhin auch negativ getestete Personen im Stadion An der Alten Försterei willkommen heißen.

Union Berlin setzt weiterhin die 3G-Regel um, sodass im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld auch negativ Getestete ins Stadion An der Alten Försterei kommen dürfen.
Union Berlin setzt weiterhin die 3G-Regel um, sodass im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld auch negativ Getestete ins Stadion An der Alten Försterei kommen dürfen.  © Andreas Gora/dpa

Der Berliner Senat hatte die Option, dass nur Geimpfte oder von einer Corona-Infektion Genesene ins Stadion kommen, alternativ zur bisher möglichen 3G-Variante angeboten. Dafür soll es dann weniger Einschränkungen bei der Zuschauerzahl und den Abstandsregeln geben.

Der 1. FC Union wies darauf hin, dass sich nach aktueller Verordnungslage bei der 2G-Option im Stadion "in den Betriebs- oder Veranstaltungsräumen keine Personen aufhalten" dürfen, die nicht geimpft oder genesen sind.

Das umfasse neben den Zuschauern auch die Union-Mitarbeiter, das eingesetzte Personal aller Dienstleister, Behörden, Verbände und alle Vertreter des Gastvereins am Spieltag.

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Union-Präsident Dirk Zingler (57) hat sich gegen einen Ausschluss von Teilen der Bevölkerung ausgesprochen, der mit einer Umsetzung der 2G-Regel einhergehen würde.
Union-Präsident Dirk Zingler (57) hat sich gegen einen Ausschluss von Teilen der Bevölkerung ausgesprochen, der mit einer Umsetzung der 2G-Regel einhergehen würde.  © Andreas Gora/dpa

Aufgrund fehlender Alternativen für die Menschen, die nicht geimpft werden können oder sollen, und der Kontrollpflicht für den Gastgeber "ist die 2G-Option für den 1. FC Union Berlin nicht umsetzbar", heißt es in einer Vereins-Mitteilung am Dienstag.

"Den Ausschluss großer Teile der Bevölkerung vom gesellschaftlichen Leben halte ich für unverhältnismäßig. Eine solche Maßnahme birgt die Gefahr, den Zusammenhalt der Menschen zu untergraben und das gesellschaftliche Klima zu vergiften", hatte Union-Präsident Dirk Zingler (57) schon zuvor erklärt.

Damit wird die Partie gegen Bielefeld auf Basis der 3G-Regel ausgetragen. Somit bekommen auch Menschen mit einem negativen Testergebnis Zugang. Die Zuschauerkapazität des Stadions von 22.012 Fans darf wieder zur Hälfte ausgelastet werden.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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