Union verliert erneut: Zehn Eiserne patzen auch in Mainz!

Berlin - Nächster Patzer bei einem Abstiegskandidaten! Der 1. FC Union Berlin hat sein Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 mit 0:1 (0:1) verloren. Die Eisernen warten in der Fußball-Bundesliga nun schon seit vier Spielen auf einen Sieg.

Der Mainzer Karim Onisiwo (l.) im Zweikampf mit Unions Marvin Friedrich.
Der Mainzer Karim Onisiwo (l.) im Zweikampf mit Unions Marvin Friedrich.  © Thomas Frey/dpa

Den einzigen Treffer erzielte der Mainzer Moussa Niakheté per Strafstoß (22. Minute). Unions Nico Schlotterbeck flog zudem mit Gelb-Rot vom Platz (54.)

Union-Coach Urs Fischer nahm nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach nur eine Veränderung vor. Christopher Trimmel kehrte nach seiner Gelbsperre in die Startelf zurück. Julian Ryerson musste erwartungsgemäß auf die Bank.

Sein Gegenüber Bo Svensson tauschte nach der 0:2-Niederlage beim VfB Stuttgart auf zwei Positionen. Leandro Barreiro und Adam Szalai ersetzten Edimilson Fernandes und Robin Quaison.

Schon zu Beginn wurde deutlich, dass es das erwartet schwere Spiel werden würde. Beide Mannschaften scheuten die Zweikämpfe nicht. Spielfluss kam in den ersten 20 Minuten nicht wirklich zustande.

Die Eisernen hatten mit den vielen langen Bällen der Hausherren keine Probleme, brachten sich dann aber selbst ins Hintertreffen. Schlotterbeck stieg Karim Onisiwo im Strafraum auf den Fuß. Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte auf den Punkt. Andreas Luthe hatte die Ecke geahnt, doch Niakhaté verwandelte den Elfmeter mithilfe des Innenpfostens - 1:0 (22.).

Die Köpenicker suchten in dem Kampfspiel weiter nach ihrer Linie. Erst nach 33 Minuten hatte Taiwo Awoniyi die erste gute Gelegenheit, als er die Kugel frei vor Robin Zentner über das Tor jagte. Der Nigerianer soll aber ohnehin knapp im Abseits gestanden haben.

Die Startelf des 1. FC Union Berlin

Die Anfangself des 1. FSV Mainz 05

Union-Verteidiger Nico Schlotterbeck fliegt mit Gelb-Rot vom Platz

Schiedsrichter Sascha Stegemann (l.) zeigt dem Berliner Nico Schlotterbeck (3.v.r.) nach dem Elfmeterpfiff die Gelbe Karte.
Schiedsrichter Sascha Stegemann (l.) zeigt dem Berliner Nico Schlotterbeck (3.v.r.) nach dem Elfmeterpfiff die Gelbe Karte.  © Thomas Frey/dpa

Union hatte sich für den zweiten Durchgang einiges vorgenommen, die großen Chancen besaßen aber weiter die Mainzer. Luthe riss nach Szalais Flugkopfball die Arme hoch und verhinderte den Einschlag (48.).

Auf der Gegenseite konnte erst Cedric Teuchert Zentner nicht überwinden, dann zielte Robert Andrich drüber.

Ausgerechnet in der starken Phase, schwächten sich die Eisernen erneut selbst. Schlotterbeck hatte den Fuß zu hoch und erwischte nur das Gesicht von Onisiwo. Die Folge: Stegemann schickte ihn mit Gelb-Rot vom Feld (54.).

Die Gäste suchten auch mit zehn Mann den Weg nach vorne, hatten aber Glück, dass Onisiwo einen Patzer von Andrich nicht nutzen konnte. Luthe verhinderte Schlimmeres (63.).

So aber blieb Union im Spiel. Marcus Ingvartsen zwang Zentner mit einem klasse Distanzschuss zu einer tollen Parade (69.). Schade, der hätte genau gepasst! Die Köpenicker zeigten sich im zweiten Abschnitt klar verbessert, konnten die Nullfünfer aber auch in der Schlussphase nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis bringen. Es fehlte an der letzten Konsequenz.

So verloren die Hauptstädter nach der Niederlage beim FC Augsburg (1:2) auch gegen den nächsten vermeintlich Kleinen. Für den 1. FC Union geht es am Samstag (18.30 Uhr/Sky) mit dem nächsten Abstiegskracher weiter. Der FC Schalke 04 kommt an die Alte Försterei. Mainz muss drei Stunden zuvor bei Bayer 04 Leverkusen ran.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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