Union Berlin ringt TSG Hoffenheim nieder und springt auf Champions-League-Platz!

Berlin - Eiserne Moral! Der 1. FC Union Berlin hat die TSG 1899 Hoffenheim am 19. Spieltag der 1. Bundesliga mit 2:1 (1:1) geschlagen und sprang durch diesen Heimsieg auf Königsklassen-Rang vier.

Die TSG 1899 Hoffenheim ging beim 1. FC Union Berlin in Führung.
Die TSG 1899 Hoffenheim ging beim 1. FC Union Berlin in Führung.  © dpa/Andreas Gora

Eine Woche nach seinem Premieren-Doppelpack zum 2:2 bei Bayer 04 Leverkusen avancierte Grischa Prömel diesmal sogar zum Matchwinner, als er in der 73. Minute für die Entscheidung sorgte, durch den die Köpenicker nun punktgleich (31) auf Platz vier hinter Hoffenheim liegt.

Zuvor hatte Andreas Voglsammer (22.) die TSG-Führung nach einem Eigentor von Timo Baumgartl (16.) egalisiert.

Das Verfolgerduell begann allerdings eher bedachtsam. Es wirkte, als wollte sich die zur Hälfte umformierte Union-Mannschaft erst einmal finden. Um die Stärke der Gäste wussten sie ohnehin nach deren vergangenen 17 von 21 möglichen Punkten Bescheid.

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Unter anderem ohne Vizekapitän Marvin Friedrich in der Abwehr galt es aber erstmal, sich die nötige Stabilität zu verschaffen. Dass Torwart Andreas Luthe bei ein paar Abspielen patzte, steckten die Eisernen weg, unterstützt von knapp 3000 Fans im Stadion und vor allem den weiteren Anhängern im angrenzenden Wald, aus dem immer wieder laute Union-Gesänge schallten.

Viel ließen die Gäste aus dem Kraichgau allerdings nicht zu, stattdessen gingen sie ziemlich cool in Führung - unter unfreiwilliger Mithilfe von Baumgartl, einer von fünf neu in die Mannschaft gekommenen Eisernen. Der Leihgabe von der PSV Eindhoven unterlief ausgerechnet im 100. Bundesligaspiel das zweite Eigentor der Karriere.

Startelf des 1. FC Union Berlin für das Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Anfangsformation von der TSG 1899 Hoffenheim beim 1. FC Union Berlin

Grischa Prömel führt den 1. FC Union Berlin zum Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Die Eisernen drehten das Spiel und feierten am Ende einen wichtigen Dreier.
Die Eisernen drehten das Spiel und feierten am Ende einen wichtigen Dreier.  © dpa/Andreas Gora

Vorausgegangen war eine starke Aktion von TSG-Rechtsaußen Ihlas Bebou, dessen Hereingabe der FCU-Innenverteidiger mit dem Kopf berührte. Besser hätte es für die TSG-Mannschaft von Sebastian Hoeneß, früher Spieler bei Hertha BSC II, nicht laufen können, nur hatte die Führung nicht lange Bestand.

Über den ebenfalls neu ins Team gerückten Bastian Oczipka und Unions fußballerischem Kreativgeist Max Kruse landete der Ball beim sehr einsatzfreudigen Voglsammer. Dessen Kopfball prallte von der Latte gegen Keeper Oliver Baumann ins Tor.

Auch ohne Torjäger Taiwo Awoniyi, der beim Afrika-Cup spielt, trafen die Eisernen. Viel passierte nach dem Ausgleich und bis zur Pause dann aber nicht mehr - ebenso wenig wie danach erstmal.

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1899-Top-Mann Andrej Kramaric konnte sich nach den Schlagzeilen unter der Woche, denen zufolge er noch länger bei der TSG bleiben will, auch nach dem Seitenwechsel nicht entscheidend durchsetzen, viel spielte sich im Mittelfeld ab. Torchancen hatten Seltenheitswert, also brachte Union-Coach Urs Fischer Angreifer Sheraldo Becker, der nach einer Corona-Pause wieder einsatzfähig war.

Und das sorgte für den finalen Schwung: in der 71. Minute verpasste Becker mit einem Kopfball nur knapp den Siegtreffer. Kurz danach aber war das Leder im Tor und Becker daran beteiligt. Er legte auf Kruse ab, der traf die Latte und Prömel nutzte den Abstauber.

Die Entscheidung: Grischa Prömel (2.v.r.) köpft zum 2:1 für den 1. FC Union Berlin ein. Hoffenheims Keeper Oliver Baumann (2.v.l.) ist chancenlos.
Die Entscheidung: Grischa Prömel (2.v.r.) köpft zum 2:1 für den 1. FC Union Berlin ein. Hoffenheims Keeper Oliver Baumann (2.v.l.) ist chancenlos.  © dpa/Andreas Gora

Titelfoto: dpa/Andreas Gora

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