Nach Suspendierung bei Union Berlin: Jetzt spricht Sebastian Polter

Berlin - Vom Derby- und Aufstiegshelden zum Buhmann. Weil Sebastian Polter beim Gehaltsverzicht infolge der Corona-Krise als einziger Spieler nicht richtig mitgezogen haben soll, hat der 1. FC Union Berlin seinen Stürmer suspendiert. Wegen "unsolidarischen Verhaltens".

Sebastian Polter wird kein Spiel mehr für Union Berlin bestreiten.
Sebastian Polter wird kein Spiel mehr für Union Berlin bestreiten.  © Andreas Gora/dpa

Der Angreifer darf zwar aus arbeitsrechtlichen Gründen noch mittrainieren, wird aber in den letzten Saisonspielen nicht mehr zum Einsatz kommen. 

Eine große Rolle spielte der Fan-Liebling, dessen Abschied zum Ende der Saison bereits fest steht, ohnehin nicht mehr. In 13 Spielen erzielte der wuchtige Stürmer zwei Tore. Nur zweimal stand der 29-Jährige diese Saison in der Startelf. 

Jetzt das unrühmliche Ende des Ex-Wolfsburgers. Während Vereinschef Dirk Zingler am Freitag mit einer weiteren Erklärung nachgelegt hat, hat sich nun auch Polter über seine Anwälte zu Wort gemeldet. 

In einer auf der Internetseite des Vereins veröffentlichten Erklärung, weist Polter den Vorwurf des unsolidarischen Verhaltens "ausdrücklich zurück". 

Wahr sei, "dass sich der 1. FC Union Berlin und Herr Polter wechselseitig Vereinbarungen zur Handhabung des Gehaltes aufgrund der Corona-Pandemie unterbreitet haben. Keine Vereinbarung hat die Zustimmung beider Seiten gefunden". 

Der 29 Jahre alte Fußball-Profi betonte, dass er "sich nicht verweigert hat, seinem Herzensverein während der Corona-Pandemie wirtschaftlich entgegenzukommen und zu helfen". 

Beim Verein klingt das anders. Demnach hat ein von Mannschaftsrat beauftragter Anwalt einen Entwurf für einen möglichen Gehaltsverzicht erarbeitet. Laut Union unterzeichnete Polter, der Mitglied des Mannschaftsrates ist, die Vereinbarung nicht. Ein Vorschlag soll danach von Polters Anwälten gekommen sein.

"Dieser wurde durch den Verein, im Rahmen mehrerer Schriftwechsel mit dem Anwalt von Sebastian Polter, abgelehnt, da er eine erhebliche, unsolidarische finanzielle Verbesserung gegenüber seinen Mitspielern, Betreuern und Trainern bedeuten würde", heißt es in der Mitteilung. 

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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