Union statistisch gesehen schon gerettet! Europa wieder greifbar

Berlin - Mehrmals wurde Urs Fischer (55) angesichts des Höhenflugs des 1. FC Union Berlin auf Europa angesprochen. Die Antwort war immer die gleiche: Für den Schweizer zählt nur der Klassenerhalt.

Die Mannschaft von Urs Fischer (55, r.) hat wieder in die Spur gefunden. Grischa Prömel (l.) erzielt das entscheidende 1:0 beim SC Freiburg.
Die Mannschaft von Urs Fischer (55, r.) hat wieder in die Spur gefunden. Grischa Prömel (l.) erzielt das entscheidende 1:0 beim SC Freiburg.  © Andreas Gora/dpa Pool/dpa, Sebastian Gollnow/dpa

Der 55-Jährige dürfte auch nach dem 1:0 beim SC Freiburg, dem ersten Dreier nach zuvor vier sieglosen Spielen, an seiner Haltung nichts ändern.

Dabei hätte Unions Erfolgstrainer allen Grund dazu: Die Eisernen sind statistisch gesehen schon gerettet. Noch nie stieg eine Mannschaft mit 33 Punkten nach 22 Spielen (seit Einführung der Drei-Punkte-Regelung) am Ende aus der Bundesliga ab.

Dass die Köpenicker noch einmal in den Abstiegskampf geraten, glaubt in Berlin schon lange niemand mehr. Ganze 15 Zähler Vorsprung hat Union auf den Relegationsplatz.

Da ist es wahrscheinlicher, dass die Eisernen in der neuen Saison international vertreten sind. Die Europa League ist nach dem überzeugenden Auftritt in Freiburg wieder in greifbarer Nähe.

Nur drei Punkte trennen die Berliner von Borussia Dortmund und Platz sechs. Zudem sind die Top-Klubs um den BVB, Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach nicht in der besten Verfassung.

Sollte der diesjährige DFB-Pokalsieger unter den ersten sechs landen, würde sogar Platz sieben für den neu eingeführten Wettbewerb UEFA Europa Conference League reichen (ansonsten Platz sechs).

Max Kruse vor Comeback?

Mit Taiwo Awoniyi (23) fällt allerdings ein wichtiger Zielspieler die nächsten Wochen aus. Da kommt die Rückkehr von Max Kruse (32) wie gerufen.

Der Topscorer (sechs Tore, fünf Vorlagen) saß nach fast drei Monaten Zwangspause gegen die Breisgauer wieder auf der Bank. Für einen Einsatz an alter Wirkungsstätte hatte es aber nicht gereicht. Noch nicht.

"Es geht am Schluss nicht um Max Kruse, sondern um den Erfolg des Gesamten", sagte Fischer nach dem Auswärtserfolg. "Max muss sich noch ein bisschen gedulden." Gegen TSG 1899 Hoffenheim (Sonntag, 13.30 Uhr/DAZN) dürfte der Ex-Bremer aber wohl wieder auf dem Rasen stehen.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa, Andreas Gora/dpa Pool/dpa

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