Union Berlin suspendiert Sebastian Polter: "Unsolidarisches Verhalten"

Berlin - Unrühmliches Ende für Sebastian Polter. Der Stürmer des 1. FC Union Berlin wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert. Der Grund: "Unsolidarisches Verhalten."

Sebastian Polter wurde vom 1. FC Union Berlin suspendiert.
Sebastian Polter wurde vom 1. FC Union Berlin suspendiert.  © Andreas Gora/dpa

 Am Training kann der Stürmer weiterhin teilnehmen, für dir restlichen Spiele wird der 29-Jährige aber nicht mehr berücksichtigt.

"Es gehört zu den elementaren Werten des 1. FC Union Berlin, dass wir Unioner eine solidarische Gemeinschaft bilden, in der wir füreinander und für unseren Verein einstehen. Sebastian tut das als einziger Spieler der gesamten Lizenzspielerabteilung mit Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam leider nicht. Das ist für uns nicht nachvollziehbar und sehr enttäuschend", wurde Union-Präsident Dirk Zingler in einer Pressemitteilung zitiert.

Ein konkreter Grund für die Disziplinarmaßnahme wurde vom Verein nicht genannt. Nach dpa-Informationen soll Polter nicht bereit gewesen sein, eine gemeinsame Aktion der Vereins-Angestellten zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu akzeptieren. 

Polter selbst äußerte sich zu dem Vorgang bislang nicht. Im November war der Stürmer als Siegtorschütze noch umjubelter Held im Stadtderby gegen Hertha BSC (1:0) gewesen.

Polter spielte bereits in der Saison 2014/15 für Union. Nach zwei Jahren in England bei Queens Park Rangers kehrte er 2017 nach Berlin zurück. In der laufenden Saison kam er auf 13 Einsätze und erzielte neben dem Derby-Treffer noch ein Tor beim 1:2 beim FC Bayern München.

Sein Vertrag läuft am Saisonende ohnehin aus und wird nicht verlängert.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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