Pohjanpalo oder Awoniyi: Union-Stürmer sollen Mainz wehtun!

Berlin - Diese "Krise" hätte Stadtrivale Hertha BSC wahrscheinlich auch gern. Der 1. FC Union Berlin wartet nun schon seit drei Spielen auf einen Sieg, ist aber mit 29 Punkten weiter in Schlagdistanz zu den Europapokalplätzen.

Joel Pohjanpalo (26, r.) jubelt mit Unions Christopher Lenz über seinen Treffer gegen die TSG 1899 Hoffenheim.
Joel Pohjanpalo (26, r.) jubelt mit Unions Christopher Lenz über seinen Treffer gegen die TSG 1899 Hoffenheim.  © Uwe Anspach/dpa

Mehr noch: Die Eisernen sind jetzt schon 19 Zähler vom 1. FSV Mainz 05 entfernt. Klar, dass die Favoritenrolle bei den Köpenickern liegt.

"Wir haben ein sehr schweres Spiel vor uns, weil ich finde, dass Mainz in den letzten Spielen gefestigter wirkte", sagte Urs Fischer (54).

In der Hinrunde konnte Union den Vorletzten der Fußball-Bundesliga noch mit einer 4:0-Gala aus dem Stadion schießen, doch die Vergangenheit zählt nicht mehr. Unter Bo Svensson, den bereits vierten Trainer in dieser Saison, scheinen sich die 05er gefunden zu haben, holten bei Borussia Dortmund (1:1) einen Punkt und konnten gar RB Leipzig (3:2) schlagen.

"Wir sind gewarnt. Ich gehe davon aus, dass wir ein sehr gutes Spiel brauchen, um etwas mitzunehmen", so Fischer.

Der Schweizer kann sich über zwei Neuzugänge freuen. Am Deadline Day schlug Union noch einmal zu und verpflichtete Angreifer Peter Musa (22) bis Saisonende. Zuvor wechselte bereits Bayern-Talent Leon Dajaku (19) ebenfalls auf Leihbasis an die Spree.

"Im Sturm waren wir fast unterbesetzt. Jetzt haben wir die Möglichkeit, von der Bank frische Spieler aufs Feld zu schicken", freut sich Fischer über weitere Alternativen im Angriff. "Es ist schwieriger für den Gegner, uns auszurechnen."

Urs Fischer bremst bei Joel Pohjanpalo die Erwartungen

Taiwo Awoniyi (23) lief vergangenes Jahr noch für Mainz 05 auf.
Taiwo Awoniyi (23) lief vergangenes Jahr noch für Mainz 05 auf.  © Carmen Jaspersen/dpa

Unions Übungsleiter muss zwar weiterhin auf Max Kruse (32) und Anthony Ujah (30) verzichten, kann aber mehr und mehr auf Joel Pohjanpalo (26) bauen.

Der Finne arbeitet sich nach zweimonatiger Verletzungspause Stück für Stück zurück und brennt auf einen Platz in der Startelf. "Man muss vorsichtig sein. Man sollte ihn schon die nötige Zeit geben, um wirklich wieder in den Rhythmus zu kommen", bremst Fischer seinen Top-Joker, wollte sich im Hinblick auf das Abschlusstraining aber nicht festlegen. "Möglich ist aber auch, dass es doch noch für die Startelf reicht."

Der 26-Jährige braucht ohnehin keine lange Anlaufzeit. Seine zwei Saisontore erzielte der Goalgetter jeweils von der Bank aus - sein Premieren-Tor für Union sogar im ersten Spiel für die Eisernen. Gegner damals: Mainz 05.

Ein spezielles Spiel dürfte es auch für Taiwo Awoniyi (23) werden. Der Nigerianer kehrt wie Loris Karius (27) an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Während der Liverpool-Leihgabe vergangene Spielzeit nur ein Tor in 13 Einsätzen gelang, zeigt sich der bullige Angreifer in Köpenick treffsicherer. Mit fünf Treffern und drei Vorlagen ist Awoniyi hinter Kruse der gefährlichste Angreifer, auch wenn er nun schon seit fünf Partien auf ein Torerfolg wartet.

Viel Druck scheint sich der 23-Jährige im Duell gegen seinen Ex-Klub aber nicht zu machen. "Ich spüre jetzt keine spezielle Vorfreude. Er trainiert genau, wie vorher, sehr konzentriert und gibt sich Mühe", so Fischer.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa, Uwe Anspach/dpa

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