Union greift nach der Champions League: Wiedersehen mit dem Ex!

Berlin - Augsburg empfängt Union! Das klingt nach purem Mittelmaß, doch dieses Spiel hat schon jetzt so viele Geschichten. Da wäre zum einen der Torwarttausch. Mit Rafal Gikiewicz (33) verlor der 1. FC Union Berlin vor Saisonbeginn nicht nur seinen Stammkeeper, sondern auch eine absolute Identifikationsfigur.

Die Mannschaft jubelt über das 1:0 von Cedric Teuchert gegen Bayer 04 Leverkusen.
Die Mannschaft jubelt über das 1:0 von Cedric Teuchert gegen Bayer 04 Leverkusen.  © Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

Fündig wurden die Eisernen ausgerechnet beim FC Augsburg. Andreas Luthe (33) hat seinen Status als Nummer eins inzwischen längst untermauert. Liverpool-Leihgabe Loris Karius (27) bleibt damit nur ein Platz auf der Bank.

Zum anderen haben die Berliner mit dem FC Augsburg noch eine Rechnung offen. Wenn sich am Samstag (15.30 Uhr/Sky) Vorgänger und Nachfolger zum zweiten Mal gegenüberstehen, wollen es die Berliner besser machen als noch in der Hinrunde.

Bei der Saisoneröffnung hatte noch der FCA mit 3:1 in der Alten Försterei die Nase vorn. Es war die bislang einzige Heimniederlage.

"Union ist ein Gegner auf unserem Level, den wir schlagen können. Unser Ziel ist klar: der zweite Sieg gegen Union", sagte Gikiewicz. Während die Fuggerstädter (nur vier Punkte auf den Relegationsplatz) den Blick nach unten richten müssen, können die Köpenicker auf einen Champions-League-Platz klettern.

"Für uns ist jede Aufgabe anspruchsvoll. Im letzten Spiel gegen Bayern München hätte Augsburg aufgrund der zweiten Hälfte einen Punkt verdient gehabt. Sie haben das wirklich toll gemacht", sagte Urs Fischer (54) in einer Medienrunde. "Aber in erster Linie schauen wir auf uns. Wir können da anknüpfen, wo wir in Leipzig aufgehört haben."

Urs Fischer kann wohl wieder auf Sheraldo Becker bauen

Rafal Gikiewicz will gegen seinen Ex-Verein drei Punkte holen.
Rafal Gikiewicz will gegen seinen Ex-Verein drei Punkte holen.  © Andreas Gora/dpa

Trotz der Niederlage bei RB Leipzig (0:1) bleibt Union die Überraschungsmannschaft der Liga. Die Anhänger können weiter von Europa träumen, auch wenn sich angesichts von starken 28 Punkten aus der Hinrunde an der Zielvorgabe Klassenerhalt nichts geändert hat.

"Die Mannschaft hat das in der Hinrunde sicher toll gemacht. Da darf man auch ein bisschen stolz sein", sagte Fischer angesichts der Bilanz, ergänzte aber: "Das bleibt für mich eine Momentaufnahme".

Verzichten muss der Schweizer weiterhin auf sein Sturm-Trio Max Kruse (32), Anthony Ujah (30) und Joel Pohjanpalo (26). Zudem wurde Florian Hübner (29) für zwei Spiele gesperrt, die Rassismusvorwürfe im Match gegen Bayer Leverkusen wurden jedoch nicht bestätigt.

"Es ist wichtig, dass dieser Vorwurf von Rassismus vom Tisch ist. Das ist jetzt auch erledigt", so der 53-Jährige, der wohl wieder auf Sheraldo Becker (25), Nico Schlotterbeck (21) und Grischa Prömel (26) bauen kann.

Augsburg ist ohnehin ein besonderer Ort für die Eisernen. Am 24. August 2019 schrieb Union durch das 1:1 von Ex-Toptorjäger Sebastian Andersson (29) Geschichte. Der Schwede schoss nicht nur das erste Bundesliga-Tor der Köpenicker, sondern sicherte damit auch den ersten Punkt im Oberhaus.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

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