"Angeschossenes Tier": Union-Coach Urs Fischer zieht Vergleich vor Mainz-Spiel

Berlin - Chaos-Klub 1. FSV Mainz 05 könnte dem 1. FC Union Berlin beim Auftakt in den 3. Bundesliga-Spieltag am Freitag um 20.30 Uhr (DAZN) gefährlich werden. Union-Coach Urs Fischer (54) zog am Mittwoch bei der Pressekonferenz vor dem Spiel den Vergleich zu einem "angeschossenen Tier". 

Union-Coach Urs Fischer (54) steht am 2. Spieltag im Borussia Park am Spielfeldrand. In der Pressekonferenz vor dem anstehenden Freitags-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 verglich er den Gegner mit einem "angeschossenen Tier".
Union-Coach Urs Fischer (54) steht am 2. Spieltag im Borussia Park am Spielfeldrand. In der Pressekonferenz vor dem anstehenden Freitags-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 verglich er den Gegner mit einem "angeschossenen Tier".  © Bernd Thissen/dpa

Die Situation sei nicht einfach, und man wolle sich nicht vom Gegner überraschen lassen, denn "ein angeschossenes Tier ist meistens gefährlicher", so der Übungsleiter der Eisernen.

Allerdings hat der Interimstrainer der Mainzer, Jan-Moritz Lichte (40), kaum Zeit gehabt, mit seiner Mannschaft viele neue Dinge einzustudieren. Mainz werde laut dem Schweizer Trainer der Köpenicker versuchen wollen, etwas gutzumachen und wahrscheinlich sehr aggressiv zu Werke gehen.

Er würdigte die Fähigkeiten der 05er, die über eine hohe Qualität und gute Einzelspieler verfügen. Dennoch mache er sich wenig Gedanken über die Umstände beim Gegner: "Was in Mainz geschieht, kann ich nicht beeinflussen." Wichtig sei vielmehr eine Bestätigung der guten Leistung seiner Truppe beim 1:1-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach.

Dafür stehen ihm bis auf die verletzten Christian Gentner (35) und Anthony Ujah (29) alle Spieler zur Verfügung. Die Neuzugänge Loris Karius (27) und  Joel Pohjanpalo (26) sind ebenfalls fit und haben bereits am Mannschaftstraining teilgenommen.

Loris Karius vor Debüt für den 1. FC Union Berlin gegen seinen Ex-Klub 1. FSV Mainz 05?

Loris Karius (27) bei einer Pressekonferenz für seinen Ex-Klub Besiktas Istanbul. Feiert der neue Torhüter der Eisernen sein Debüt ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein 1. FSV Mainz 05?
Loris Karius (27) bei einer Pressekonferenz für seinen Ex-Klub Besiktas Istanbul. Feiert der neue Torhüter der Eisernen sein Debüt ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein 1. FSV Mainz 05?  © Pavol Zachar/TASR/dpa

Für die beiden Neuen käme sogar ein Einsatz am Freitag infrage, da sie bei ihren vorherigen Klubs voll im Training standen. Wer gegen Mainz zwischen den Pfosten steht, sei dabei noch offen.

Es werde auf jeden Fall im Vorfeld der Partie noch Gespräche geben, die Fischer jedoch nicht in der Öffentlichkeit kommentieren will. Auch mit dem aktuellen Stammtorwart Andreas Luthe (33) wird der Coach noch sprechen.

Der finnische Mittelstürmer Pohjanpalo habe in seinem ersten Training viel Spiel(freude) ausgestrahlt und wurde von seinem Trainer für seine Fähigkeiten als Strafraumspieler und sein Durchsetzungsvermögen gelobt.

Die Neuzugänge bringen mehr Qualität und Breite in den Kader der Berliner, die sich dadurch besser für die schwere Saison gerüstet sehen.

Auch Max Kruse habe in der Trainingswoche weitere Fortschritte gemacht. "Er hat wieder einen Schritt vorwärts gemacht, und ich glaube, die Minuten im Spiel gegen Gladbach haben ihm geholfen", so Fischer. Wie lange die Luft bei dem Offensivstrategen im nächsten Spiel reicht, könne er aber nicht sagen.

Mit Hinblick auf die Partie am Freitag sei der Punktgewinn in Gladbach immens wichtig gewesen, denn er habe das Selbstvertrauen des Teams gesteigert. Man konnte bei den Fohlen etwas mitnehmen und sogar einen Rückstand aufholen, was in der vorigen Saison selten gelungen war. Nun gilt es, diese Leistung gegen Mainz 05 zu bestätigen.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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