Fokus liegt klar auf Köln: Schafft Union endlich die Trendwende?

Berlin - Träumereien sind das Letzte, was Urs Fischer (54) jetzt dulden würde. Oder den Fokus auf Dinge, die noch gar nicht anstehen.

Berlins Trainer Urs Fischer (54, r.) begrüßt Schalkes Trainer David Wagner.
Berlins Trainer Urs Fischer (54, r.) begrüßt Schalkes Trainer David Wagner.  © Michael Sohn/AP pool/dpa

Die verlockende Aussicht auf eine mögliche Nicht-Abstiegsparty schon am kommenden Dienstag nach dem Heim-Duell gegen Schlusslicht SC Paderborn will der Trainer des 1. FC Union Berlin unbedingt ausblenden.

Entsprechend energisch lenkt der Schweizer den Blick bei den Eisernen auf die zuvor anstehende Partie der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Köln.

"Wir wissen, dass 32 Punkte nicht genügen werden. Den Fokus haben wir. Dafür braucht es Punkte, nächste Gelegenheit ist in Köln. Dafür werden wir alles aufwenden", sagte Fischer bei einer Video-Pk der Berliner am Donnerstag. 

Zu viel Rechnerei ist nach Fischers Meinung im Abstiegskampf ohnehin eher kontraproduktiv. "Was ich beeinflussen kann, ist die Leistung, Sonnabend, 15.30 Uhr in Köln, für alles andere haben wir keinen Zugang. Daher beschäftigte ich mich nicht mit, was könnte sein, sondern, Fokus: Köln, das ist entscheidend."

Als Tabellen-14. haben die Berliner derzeit vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Bremen ist auf dem ersten direkten Abstiegsplatz sieben Punkte distanziert - bei zwölf noch zu vergebenen Zählern. Mit einem Sieg könnte man nach Punkten zum 1. FC Köln aufschließen. 

Union muss auf Andrich und Ryerson verzichten

Stürmt Anthony Ujah (29) auch wieder gegen seinen Ex-Klub?
Stürmt Anthony Ujah (29) auch wieder gegen seinen Ex-Klub?  © Andreas Gora/dpa

Ob man damit den Mit-Aufsteiger wieder in den Abstiegskampf ziehen würde, ist Fischer letztlich egal. "Wir versuchen, wieder eine gute Leistung auf den Platz zu bekommen, um dann zu punkten. Und dann steht Paderborn an, aber zuerst Köln."

Weiterhin fraglich ist das Mitwirken von Linksverteidiger Christopher Lenz, der unverändert angeschlagen ist. Mögliche Alternative wäre wie beim 1:1 gegen Schalke 04 der eigentlich offensiver ausgerichtete Marius Bülter. 

Sicher fehlen werden der gelb-gesperrte Robert Andrich und der am Knie verletzte Julian Ryerson. Auf dem Weg der Besserung befinden sich laut Fischer die zuletzt lange fehlenden Sheraldo Becker und Akaki Gogia - in Köln ist mit dem Duo aber wohl noch nicht zu rechnen.

Das Remis gegen Schalke hat für einen gewissen Stimmungsumschwung bei den Köpenickern gesorgt. Erstmals so Fischer, habe man ein Spiel ohne größere Schwächeperiode auf den Platz gebracht. 

Beim weiteren Punktgewinn gegen Mainz 05 (1:1) hatte man die Anfangsphase arg verschlafen. Die dürftige Bilanz von sieben Spielen mit maximal einem eigenen Tor soll nun möglichst auch bald ein Ende haben. "Der erste Schritt ist gemacht. Im Schalke-Spiel waren mehr Torchancen dabei. Da gilt es fortzufahren", forderte der Chefcoach.

Ob neben dem seine Form suchenden Stoßstürmer Sebastian Andersson auch wieder Anthony Ujah als zweiter Angreifer an seiner alten Wirkungsstätte in Köln auflaufen wird, ließ Fischer bewusst offen. Man werde die "richtige Mischung" aus Stabilität und offensiver Kraft finden müssen. Praktisch wortgleich hatte es Fischer auch schon vor dem Schalke-Spiel gesagt.

Titelfoto: Michael Sohn/AP pool/dpa

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