Verlässt Karius Union schon wieder? Jetzt spricht Manager Ruhnert!

Berlin - Er wollte es nach der dramatischen Champions-League-Finalnacht 2018, als Loris Karius (27) zweimal schwer patzte, allen zeigen. Vier Jahre nach seinem Abschied aus Mainz kehrte der Keeper in die Bundesliga zurück, sitzt beim 1. FC Union Berlin aber nur auf der Bank.

Loris Karius (27) sitzt beim 1. FC Union Berlin nur auf der Bank.
Loris Karius (27) sitzt beim 1. FC Union Berlin nur auf der Bank.  © Andreas Gora/dpa

Der Torhüter, der mit der Empfehlung von 97 Bundesligaspielen, 29 Premier-League-Auftritten, 13 Champions-League-Spielen, zehn Europa-League-Einsätzen sowie 55 Spielen in der türkischen Süper Lig, nach Berlin kam, ist bei den Eisernen nur die Nummer zwei.

An seinem Status wird sich vermutlich auch erstmal nichts ändern. Trainer Urs Fischer (54) hat sich mit Andreas Luthe (33) als klare Nummer eins festgelegt und bislang auch keinen Grund auf der Torwartposition zu wechseln.

Beim DFB-Pokal-Aus gegen den SC Paderborn 07 feierte der Freund von Sophia Thomalla (31) endlich sein Debüt, konnte aber weder das Ausscheiden verhindern, noch sich für weitere Einsätze empfehlen.

"Es war nicht ganz so einfach. Er kam mit anderen Ansprüchen zu uns. Von daher hat er sich dieses Spiel wirklich mehr als verdient", hatte Fischer nach dem Pokalspiel bereits erklärt.

Beim ersten Bundesligaspiel des neuen Jahres beim SV Werder Bremen wird dann aber wieder Luthe zwischen den Pfosten stehen. Karius bleibt somit weiter nur ein Platz auf der Bank - womöglich sogar bis zum Saisonende. So hat er sich die Leihe sicher nicht vorgestellt.

Loris Karius ist bei Union nur die Nummer zwei, soll aber bleiben

Unions Geschäftsführer Oliver Ruhnert (49) hatte kürzlich seinen Vertrag verlängert.
Unions Geschäftsführer Oliver Ruhnert (49) hatte kürzlich seinen Vertrag verlängert.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Immer wieder tauchten in letzter Zeit Gerüchte auf, dass der 27-Jährige die Leihe vorzeitig abbrechen könnte und entweder zum FC Liverpool zurückkehre oder sich einen anderen Verein suchen würde. Einen, bei dem er regelmäßig im Tor stehen würde.

In Köpenick gehen die Verantwortlich davon aus, dass der Keeper bliebt und weiter auf seine Chance wartet.

"Das ist für uns kein Thema im Augenblick. Es gibt keine Bestrebungen von irgendeiner Seite", sagte Union-Manager Oliver Ruhnert (49) dem Kicker. "Wenn irgendein Wunsch da ist, muss man sich damit beschäftigen. Das gilt für alle Spieler. Es gibt aber derzeit keine Erkenntnisse, dass es da eine Notwendigkeit gibt."

Das könnte sich womöglich aber noch ändern. Am 2. Januar öffnet das Transferfenster. Der B.Z. zufolge will sich Karius allerdings bei den Köpenickern ohnehin durchbeißen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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