Union Berlin vor ungewissem Spiel in Bielefeld: "Neuer Trainer, neue Ideen"

Berlin - Der 1. FC Union Berlin steht am 24. Bundesliga-Spieltag vor einer ungewissen Aufgabe: Bei der abstiegsbedrohten DSC Arminia Bielefeld trifft die Fischer-Truppe am Sonntag (18 Uhr/Sky) auf einen Gegner, der mit Frank Kramer (48) gerade erst einen neuen Trainer verpflichtet hat, um noch einmal neues Feuer im Abstiegskampf zu entfachen.

Union-Coach Urs Fischer (55) erwartet am Sonntag gegen Arminia Bielefeld aufgrund des Trainerwechsels eine verändert auftretende Heimmannschaft.
Union-Coach Urs Fischer (55) erwartet am Sonntag gegen Arminia Bielefeld aufgrund des Trainerwechsels eine verändert auftretende Heimmannschaft.  © Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

"Neuer Trainer, neue Ideen", fasste Urs Fischer (55) die Situation bei der Pressekonferenz am Freitag kurz und knapp zusammen.

Natürlich mache es nach Aussage des Schweizer Trainers einen Unterschied, ob man gegen eine Mannschaft spiele, deren Trainer man schon kenne.

Kramer habe zwar zuvor schon als Übungsleiter gewirkt, sodass man Eindrücke von seiner bevorzugten Spielweise sammeln könne. Allerdings verändere diese sich auch im Verlauf der Karriere, betonte der 55-Jährige.

Unter dem geschassten Arminen-Coach Uwe Neuhaus (61) hätten die Bielefelder sich auch über Ballbesitz definiert. Am Sonntag erwartet Fischer den Gegner "eventuell ein bisschen tiefer stehend" und auf Umschaltmomente lauernd.

Daher sei eine gute Mischung aus aggressivem Anlaufen und geordneter Defensive von entscheidender Bedeutung.

"Ich glaube, in erster Linie gilt es auf uns zu schauen", gab der Schweizer zu bedenken. Gegen Bielefeld sei wie immer eine gute Leistung notwendig, um etwas Zählbares aus der SchücoArena mit nach Berlin zu nehmen.

Union Berlins Coach Urs Fischer spricht bei Twitter über den kommenden Gegner Arminia Bielefeld

Max Kruse glänzte im Hinspiel mit einem Tor und zwei Vorlagen für den 1. FC Union Berlin

Max Kruse (32) war beim 5:0-Hinspielerfolg der beste Mann aufseiten der Unioner.
Max Kruse (32) war beim 5:0-Hinspielerfolg der beste Mann aufseiten der Unioner.  © Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa

Ein Ergebnis wie im Hinspiel erwartet der Trainer der Köpenicker auf keinen Fall. Im vergangenen November siegten die Eisernen mit 5:0 im Stadion An der Alten Försterei und legten damit ihren höchsten Sieg in der noch jungen Bundesliga-Vereinsgeschichte hin.

Überragender Spieler war damals Max Kruse (32), der mit einem Tor und zwei Vorlagen glänzte. In Bielefeld wird der 32-Jährige wohl zum zweiten Mal nach seiner langen Verletzungspause von Beginn an stürmen.

Auch Andreas Luthe (33) steht nach einem Krankheitsfall in der Familie und einer leichten Knieblessur vor der Rückkehr in den Kasten der Unioner. Er wird aller Voraussicht nach Loris Karius (27) wieder auf die Bank verdrängen.

Dieser habe seine Sache zwar sehr gut gemacht, jedoch habe er auch von Luthes persönlichem Rückschlag profitiert, was man bei dieser Entscheidung bedenken müsse, wie Fischer anmerkte.

Verzichten muss der Coach auf jeden Fall auf die weiterhin Verletzten Anthony Ujah (30), Taiwo Awoniyi (23), Niko Gießelmann (29), Sheraldo Becker (26) und Christopher Lenz (26). Grischa Prömel (26) soll hingegen wieder fit sein und könnte im Kader für das Auswärtsspiel stehen, zu dem der FCU im Übrigen mit dem Zug anreisen wird.

Von Schützenhilfe für den Stadtrivalen Hertha BSC wollte Urs Fischer hingegen nicht sprechen. "In erster Linie schauen wir auf uns. Wir haben eine Zielsetzung, das bedeutet Klassenerhalt", bekräftigte er. Dennoch hoffe er natürlich, "dass es auch in der nächsten Spielzeit ein Derby geben wird."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

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