War das Karius' letztes Spiel für Union? Fischer mit klarer Ansage!

Berlin - Ein Brummschädel verhalf Loris Karius (27) zum Comeback. Viereinhalb Jahre nach seinem Abschied in Richtung Liverpool stand der Keeper erstmals wieder in der Bundesliga zwischen den Pfosten. Der Freund von Sophia Thomalla (31) brachte zwar den Glamour-Faktor nach Köpenick, sportlich macht er bislang kaum von sich Reden.

Union-Torwart Loris Karius kratzt den Ball aus dem Winkel.
Union-Torwart Loris Karius kratzt den Ball aus dem Winkel.  © Andreas Gora/dpa Pool/dpa

Die Liverpool-Leihgabe ist beim 1. FC Union Berlin nur die Nummer zwei. Die Bilanz: ein Pokalspiel und eine Einwechslung beim jüngsten 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach.

Stammkeeper Andreas Luthe (33) war im Strafraum mit Gladbachs Marcus Thuram (23) und Mitspieler Robin Knoche (28) zusammengeprallt. Nach monatelanger Warterei musste es plötzlich schnell gehen.

"Es ist nicht ganz einfach, gerade bei den Temperaturen. Als Torwart läufst du dich auch nicht warm. Im Normalfall wirst du nicht gebraucht", sagte der 27-Jährige nach dem klassischen Kaltstart.

Mit einer starken Parade in der Nachspielzeit sicherte Karius den Eisernen immerhin noch den verdienten Punkt. Der Keeper will mehr: "Ich sehe mich ganz klar im Tor."

Das Bundesliga-Comeback könnte jedoch das letzte Spiel im Trikot der Eisernen gewesen sein. Luthe nahm am Dienstag wieder das Training auf.

Läuft alles nach Plan, steht am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder der Ex-Augsburger zwischen den Pfosten. Karius bliebe demnach bei seiner Rückkehr nach Mainz erneut nur ein Platz auf der Bank.

Andreas Luthe bleibt beim 1. FC Union Berlin die Nummer eins

Trainer Urs Fischer will von einer Torwart-Diskussion ohnehin nichts hören: "Ich wüsste nicht, wieso eine Debatte ausbrechen sollte", sagte der Schweizer deutlich: "Andi hat es bis hierhin sehr gut gemacht."

Bedeutet: der Ex-Mainzer muss erneut auf eine Verletzung seines Kontrahenten hoffen, zumal der Torhüter mit ganz anderen Ansprüchen nach Berlin kam. "Natürlich ist Loris nicht ganz zufrieden mit seiner Situation, aber er akzeptiert seine Rolle und macht das aus meiner Sicht gut, auch wenn es ihm nicht so gefällt", so Fischer.

Im Sommer werden sich die Wege wohl trennen. Als Nummer zwei ist der Keeper zu teuer und auch Karius hat sich seine Zeit in der Hauptstadt sicher anderes vorgestellt.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa Pool/dpa

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